Mit dem Depotwechsel lässt sich viel Geld sparen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.02.2018

Viele Anleger verschenken regelmäßig viel Geld, weil sie sich zu teure Wertpapierdepots leisten – meint zumindest die Stiftung Warentest. In einer aktuellen Untersuchung hat das Verbraucherportal zwei Musterdepots bei 37 Banken miteinander verglichen. Das Ergebnis: Mit einem simplen Depotwechsel können Anleger 500 Euro und mehr pro Jahr sparen. Im Vergleich waren die günstigsten Depots komplett kostenlos und auch die Handelsgebühren fielen bei diesen Anbietern enorm gering aus.

Der Depotwechsel ist in der Praxis deutlich weniger kompliziert, als von vielen Anlegern angenommen wird. Meist reicht es aus, ein simples Online-Formular bei der neuen Bank auszufüllen – um den Rest kümmert sich das Kreditinstitut. Zudem kann die alte Bank für die Herausgabe der Wertpapiere keine Gebühren erheben, das entschied der BGH schon im Jahr 2004. Dennoch scheuen sich viele Anleger noch immer vor einem Wechsel und verschenken damit hunderte Euro pro Jahr.

Online-Anbieter deutlich günstiger als Banken

Insgesamt 37 Anbieter von Depots nahm die Stiftung Warentest kürzlich näher unter die Lupe. Verglichen wurden dabei auch die Kosten zweier verschiedener Musterdepots. In beiden Fällen konnten vor allem Direktbanken und reine Depotanbieter überzeugen. Sie unterboten die klassischen stationären Banken teilweise um bis zu 625 Euro pro Jahr. Einkalkuliert wurden beim Vergleich sowohl die grundlegenden Depotgebühren als auch Orderkosten.

Nicht berücksichtigt wurde hingegen der Service der Depotanbieter. Beratung gibt es bei den Online-Banken nur wenig, immer mehr Anleger möchten ihr Geld aber ohnehin selbst in die Hand nehmen. Doch auch bei stationären Banken bietet ein Depotwechsel oft Sparpotenziale: Im Test lagen zwischen der günstigsten und der teuersten Bank immerhin noch 300 bis 400 Euro Preisunterschied.

Depotwechsel leicht gemacht

Als große Hürde empfinden viele Anleger den Depotwechsel. Doch spätestens, seit der BGH im Jahr 2004 urteilte, dass die alte Bank bei der Herausgabe der Wertpapiere keine Gebühren in Rechnung stellen darf, bestehen keine Wechselhürden. Verbraucher müssen einfach einen Depotvergleich durchführen, den Antrag für den Depotwechsel bei der neuen Bank ausfüllen und vier bis sechs Wochen warten – danach ist der Wechsel vollständig abgeschlossen.

Quelle: test.de

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