Modernes Bezahlen: Nach kontaktlos folgt mobil

Zuletzt aktualisiert am 23.05.2019

Die kontaktlose Zahlung per EC-Karte hat längst Einzug in Deutschland gehalten. Nun soll es noch einfacher gehen – mit dem Smartphone, das in vielen Fällen ebenfalls über die kontaktlose NFC-Funktion verfügt.

Die Zahlung funktioniert auf die gleiche Weise, nur muss diesmal statt der Karte das Smartphone gezückt werden. Nicht alle Kunden können aber von dieser Möglichkeit profitieren; auch hält sich derzeit die Begeisterung noch in Grenzen.

Schnell und einfach mit NFC-fähigem Smartphone zahlen

Mobiles Bezahlen soll den Vorgang an der Kasse noch einmal vereinfachen. Viele Kunden haben ihr Smartphone im Gegensatz zum Portemonnaie sofort parat – die Wartezeit wird also verkürzt. Auch wird bei Kleinbeträgen häufig auf die Eingabe einer PIN verzichtet. Das Smartphone muss einfach an das entsprechende Lesegerät gehalten werden, schon sind die Waren bezahlt. Die Voraussetzung zum mobilen Bezahlen ist ein so genanntes NFC-fähiges Smartphone, das über einen entsprechenden Chip verfügt. Dieser ist bei fast allen neuen Geräten bereits verbaut.

Jedoch gibt es noch ein weiteres, mögliches Hindernis, das oft für Verwirrung an der Kasse sorgt. Denn es hängt von der Bank des Kunden ab, ob und in welcher Form die Option angeboten wird. So kooperieren einige Banken mit der Google Pay Bezahl-App – sind also für Android-Nutzer interessant. Andere setzen hingegen auf Apple Pay. Wieder andere bedingen den Download einer eigenen Bank-App.

Wenig Interesse und Sicherheitsbedenken bei der Bevölkerung

Bisher stößt die Möglichkeit des mobilen Bezahlens auf wenig Gegenliebe. So zeigte eine Umfrage des Handelsforschungsinstituts EHI, dass nur 36 Prozent der Befragten gegenüber dieser Zahlungsmethode aufgeschlossen sind. Die Gründe sind neben den Begrenzungen je nach Smartphone und Bank auch Sicherheitsbedenken. In diesem Bereich liegen aktuell noch kaum Daten vor.

Da verwundert es nicht, dass laut Bundesjustizministerium 28 Prozent der Deutschen Angst davor haben, welche Daten beim mobilen Zahlen übertragen werden, was damit geschieht und wie einfach es möglichen Hackern gemacht werden könnte. Bankdaten über das Smartphone abzurufen, soll aber schwerer sein als über eine gewöhnliche EC-Karte. Auch können Bezahl-Apps meist so eingestellt werden, dass sie nach mehrmals falscher Passworteingabe automatisch gesperrt werden. Generell wird empfohlen, die benötigte NFC-Funktion nur dann manuell einzuschalten, wenn aktuell eine Zahlung vorgenommen wird.

Quelle: tagesspiegel.de

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