Nach „Axel“: Versicherer blicken auf neues Sturmtief

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.01.2017

Das Sturmtief „Axel“ hatte vergangene Woche vor allem im Osten Deutschlands verheerende Schäden verursacht. Überschwemmte Straßen, überlaufene Keller und umgekippte Bäume zeichnen das Straßenbild in vielen Städten. Die stärkste Sturmflut seit 2006 hinterließ vor allem in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern eine Spur der Verwüstung. Nun blicken Versicherer und Bewohner auf ein neues Tief, welches wohl wieder Glätte und Regen mit sich bringt und vor allem im Süden Orkane sowie an der Küste Sturmböen verursachen könnte.

Die Schäden, welche in der letzten Woche durch Sturmtief „Axel“ entstanden, lassen sich noch nicht genau beziffern. Besonders betroffen waren Städte in Seenähe wie Kiel, Lübeck, Rostock, Warnemünde oder Flensburg. „Axel“ war vor allem verantwortlich für überspülte Deiche und vollgelaufene Häuser. Auch einige Autos wurden schwer mitgenommen und etwa von umgestürzten Bäumen beschädigt.

Jetzt ist das nächste Sturmtief da: „Egon“ bringt vor allem auch Blitzeis und Böen bis 150 Km/h mit sich. Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr können glatte Straßen gefährlich werden, zahlreiche Blechschäden scheinen schon vorprogrammiert. Da stellt sich nicht nur für Autofahrer die Frage: Bin ich richtig versichert?

Für verschiedene Schäden werden verschiedene Versicherungen benötigt

Die von den Sturmschäden Betroffenen müssen sich nun damit auseinandersetzen, für welche Schäden ihre Versicherung greift - und für welche nicht. Bei allen äußerlichen Schäden an Eigentumsimmobilien brauchen Eigentümer eine Wohngebäudeversicherung. Bestehen Schäden an der Einrichtung des Hauses, greift die Hausratversicherung.

Ob die Versicherung wirklich einspringt, hängt immer von den gebuchten Tarifen ab. Bei beiden Versicherungen wird bei einer solchen Arten von Schäden eine Elementarschadensklausel benötigt. Das Greifen der Versicherung bei Wasserschäden ist zudem abhängig von der bisherigen Laufzeit der Versicherung.

Versicherte sollten in jedem Fall alle entstandenen Schäden dokumentieren und erst reparieren lassen, wenn die Versicherung auf die Meldung geantwortet hat. Durch das erhöhte Aufkommen von Sturm- und Unwetterschäden in den vergangenen Jahren haben viele Versicherungen ihre Bedingungen geändert. Mittlerweile decken die Versicherungen nur Schäden durch Sturm, Blitz und Hagel ab – für alles, was darüber hinaus geht, wird die Erweiterung für Elementarschäden benötigt.

Blitzeis, Blechschaden und Co: Darauf ist bei Schäden am Auto zu achten

Bei Schäden am Auto, welche direkt durch das Unwetter entstanden sind, greift die Teilkaskoversicherung. Ein Beispiel dafür ist ein umgekippter Baum. Wenn der Fahrer jedoch fahrlässig handelt und sein Auto etwa in eine überschwemmte Straße lenkt, benötigt er eine Vollkaskoversicherung. Autofahrer sollten ihre Fahrweise daher an die Witterungsverhältnisse anpassen und bei nicht-geräumten Straßen zusätzlich Vorsicht walten lassen.

Quellen: wiwo, n-tv

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