Nachhaltiges Investment – diese Möglichkeiten haben Anleger

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.12.2017

Was machen die Banken eigentlich mit meinen Tages- und Festgeldern? Immer mehr Anleger möchten wissen, wie genau die Kreditinstitute mit den Investitionen verfahren. Finanztest hat die Banken daher näher unter die Lupe genommen. Überprüft worden ist dabei, welche Banken mit dem Geld der Kunden im Hinblick auf ethisch-ökologische Kriterien besonders sorgsam umgehen.

Nachhaltigkeit ist für immer mehr Anleger ein relevantes Thema. Sie möchten weder in Kernenergie, noch in Waffen oder gar Kinderarbeit investieren. Doch was genau mit Tages- und Festgeldern passiert, wissen nur die wenigsten Investoren. Finanztest hat analysiert, bei welchen Kreditinstituten Anleger ihr Geld nachhaltig investieren können – und was genau das eigentlich heißt.

Unterschiedliche Nachhaltigkeitskriterien

Der Begriff der ethischen oder nachhaltigen Geldanlage ist in Deutschland nicht einheitlich definiert. Dementsprechend haben auch Banken unterschiedliche Vorstellungen davon, was nachhaltige Geldanlagen sind. Deshalb hat sich Finanztest dem Thema im Rahmen einer größeren, fortlaufenden Untersuchung angenommen. Laut dem Verbraucherportal seien solche Banken grundsätzlich nachhaltig, die kein Geld mit Kernenergie, geächteten Waffen, Kinderarbeit oder sonstigen Geschäften verdienen, die im Zusammenhang mit Menschen-, Grund- oder Arbeitsrechtsverletzungen stehen.

Banken, die dabei besonders strikte Kriterien an den Tag legen, haben meist einen kirchlichen Hintergrund. So verzichten diese Kreditinstitute etwa darauf, Staatsanleihen aus Nationen zu kaufen, die noch immer auf Atomkraft setzen. Gerade beim Thema Ethik und Moral existieren aber große Unterschiede zwischen den nachhaltigen Fest- und Tagesgeldern. Einige Banken verzichten beispielsweise auf Geschäfte im Zusammenhang mit Glücksspiel, andere Institute sehen hierin kein Problem.

Genau hinschauen beim Sparen

Wer nachhaltige Investments sucht, solle daher laut Finanztest besonders kritisch vorgehen. Empfehlenswert seien vor allem solche Kreditinstitute, die ihr komplettes Geschäft mit ethisch-ökologischem Anspruch ausrichten. Dazu zählen unter anderem die GLS Bank, die Bank für Kirche und Caritas sowie die Ethikbank.

Darüber hinaus ließen sich am Markt solche Angebote finden, bei denen nur spezifische Sparprodukte den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Einige Sparkassen bieten spezielle nachhaltige Sparbriefe an. Geld, das mit diesen Produkten gesammelt wird, wird dann ausschließlich nachhaltig weiterverwendet. Für die restlichen Unternehmensaktivitäten gelten die strikten Bestimmungen allerdings nicht.

Quelle: test.de

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