Naturgefahren belasteten Versicherer 2015

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.10.2016

Die Schäden durch Naturgefahren, die die deutschen Versicherer 2015 regulieren mussten, waren höher als zunächst angenommen. Vor allem an Gebäuden entstanden schwere Sturmschäden, doch auch in der Kfz-Versicherung sorgten Unwetter wie der Sturm „Niklas“ für kostenintensive Schäden.

Im Jahr 2015 haben Naturgefahren bei den deutschen Versicherern für Schäden in Höhe von insgesamt knapp 2,6 Milliarden Euro gesorgt. Das zeigt der Naturgefahrenreport des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dabei sorgten vor allem Sturmschäden an Gebäuden und Autos für eine hohe Schadenbilanz. Erste Schätzungen zum Jahresende 2015 waren noch von 2,1 Milliarden Euro ausgegangen.

Hagel- und Sturmschäden verursachen hohe Kosten

Die Sachversicherer, also zum Beispiel in der Wohngebäude- und Hausratversicherung, mussten Schäden in Höhe von 1,9 Milliarden Euro regulieren. Davon entfielen 1,8 Milliarden auf Hegel- und Sturmschäden und lediglich 100 Millionen Euro auf andere Elementarschäden, zum Beispiel durch Hochwasser. Der Sturm „Niklas“ im März 2015 war besonders verheerend und verursachte alleine Gebäudeschäden in Höhe von 750 Millionen Euro.

In der Kfz-Versicherung fielen Im Vollkasko- und Teilkaskobereich Schäden in Höhe von 655 Millionen Euro an – auch hier schlugen Hagel- und Sturmschäden mit einem Anteil von 650 Millionen Euro besonders stark zu Buche. Für Überschwemmungsschäden mussten die Versicherer rund fünf Millionen Euro aufbringen.

Schäden durch Naturgefahren nehmen zu

Wie der GDV mitteilt, kosteten die Schäden durch Naturgefahren die Versicherer im Jahr 2013 mit 7,2 Milliarden Euro deutlich mehr. Der Verband weist aber auch darauf hin, dass in der Gesamtübersicht ein schnellerer Wechsel von schadenarmen und schadenreichen Jahren erkennbar ist. Schon im Frühjahr 2016 verursachte das Sturmtief „Elvira“ wieder viele Schäden und sorgte für Kosten von knapp einer halben Milliarde Euro. GDV-Präsident Alexander Erdland hält angesichts der Zunahme von Naturgefahren den Klimaschutz für sehr wichtig und bewertet das Klimaschutzabkommen von Paris positiv. Er kommentiert: „Wenn wir die Risiken beherrschbar halten wollen, dann müssen wir jetzt alles tun, damit das Zwei-Grad-Ziel eingehalten wird.“

Quelle: GDV

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