Neue Förderung ab heute: Baukindergeld

Zuletzt aktualisiert am 19.09.2018

Gute Nachricht für Familien oder Alleinerziehende mit mindestens einem Kind: Ab heute ist die Beantragung von Baukindergeld möglich. Rückwirkend ab Januar 2018 können Antragsteller bei der KfW einen jährlichen Zuschuss von 1.200 Euro pro Kind unter 17 Jahren beantragen. Die Voraussetzung ist unter anderem ein bestimmtes, maximales Haushaltseinkommen.

Gerade aufgrund der steigenden Immobilienpreise kommt die Förderung durch Baukindergeld für viele Familien gerade Recht. Zwar wird sie nicht der alleinige Grund für den Erwerb einer Immobilie sein, abhängig von der Wohnregion gestaltet sie den Kauf aber deutlich attraktiver. Die Förderung kann von Berechtigten bequem über das Zuschussportal der KfW unter ww.kfw.de/baukindergeld beantragt werden. Für die Bewilligung sind aber einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Voraussetzungen für die Beantragung von Baukindergeld

Das Baukindergeld betrifft sämtliche Neubauten, deren Genehmigung in den Zeitraum vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2020 fällt, sowie Wohnungen, die zwischen den genannten beiden Jahren erworben werden. Bei Wohnungen ist unerheblich, ob es sich um einen Neu- oder Altbau handelt; es muss lediglich der Ersterwerb der Familie sein.
Berechtigt sind außerdem Familien oder Alleinerziehende mit mindestens einem Kind bis 17 Jahren (Zeitpunkt der Antragstellung), das mit im Haushalt lebt. Auch darf das Haushaltsbruttoeinkommen der Erziehungsberechtigten 75.000 Euro jährlich nicht überschreiten, pro Kind kommen 15.000 Euro jährlich hinzu. Das Bruttoeinkommen wird aus dem Mittel des Einkommens berechnet, das im zweiten und dritten Jahr vor dem Eingang des Antrags bei der KfW erzielt wurde. Im Jahr 2018 sollte also der Durchschnitt des Einkommens von 2015 und 2016 ermittelt werden.

Kritik: 12.000 Euro bei einem Kind reichen nur in manchen Wohnregionen

Der Zuschuss bei Berechtigten beträgt 1.200 Euro jährlich pro Kind und wird zehn Jahre lang ausgezahlt – jeweils einmal pro Jahr. Was im ersten Moment positiv klingt, bringt aber auch Kritik mit sich. Denn: Abhängig von der Wohnregion ist die Baukindergeld-Förderung mal mehr, mal weniger attraktiv für die Hausfinanzierung. Familien in Ostdeutschland oder Nordbayern decken einen Großteil der Kaufnebenkosten durch Baukindergeld, während in dicht besiedelten Stadtzentren wie Hamburg oder München nur rund 2,7 Prozent abbezahlt werden können. Die Entscheidung für eigenen Wohnraum wird also weiterhin nicht ausschließlich von Förderungen wie dem Baukindergeld abhängen.

Quellen: bild.de, finanzen.net, focus.de

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