Neue Sicherheit für Kreditkarten in Planung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.10.2018

Ein Fingerabdruckscanner soll künftig bei der MasterCard für mehr Sicherheit sorgen. Der Grund: Die Unterschrift allein hat ihren hohen Sicherheitscharakter verloren. Nicht jede Unterschrift kann in hektischen Momenten an der Ladenkasse genauestens überprüft werden. Daher schickt MasterCard diese nun „in Rente“.

Wann neue Sicherheitstechnologien wie der Fingerabdruckscanner in Deutschland umgesetzt werden, ist noch nicht klar. Fest steht allerdings: Kreditkartenbetrügern soll durch elektronische Sicherheiten das Handwerk gelegt oder zumindest deutlich erschwert werden.

Unterschrift in Rente – EMV-Chip und kontaktloses Bezahlen im Fokus

Mit viel Witz schicken die Amerikaner die Unterschrift ihrer MasterCard in einem frohen Video in Rente – und zeigen Möglichkeiten auf, was diese nun mit ihrer Zeit anfangen könnte. Hinter dem kreativen Video steckt aber ein ernster Hintergrund; so wird die Unterschrift auf der Kreditkarte nicht länger als sicheres Merkmal eingestuft. Die meisten Unterschriften sind zwar schwer zu fälschen, doch werden sie in stressigen Zeiten an der Ladenkasse nur noch lapidar überprüft. Sicherer scheinen Merkmale wie der EMV-Chip und die Möglichkeit der kontaktlosen Bezahlung zu sein. Ersterer erschwert das Kopieren einer Kreditkarte. Zweiteres basiert auf Systemen mit Künstlicher Intelligenz, die in Form von so genannten Anti-Betrugssystemen einen missbräuchlichen Gebrauch von Kreditkarten erkennen sollen. Solche Systeme lernen stets dazu und werden in Zukunft voraussichtlich deutlich weniger fehleranfällig sein. Doch diese Sicherheitsmerkmale allein reichen dauerhaft nicht aus: Der Fingerabdruckscanner soll her.

Fingerabdruckscanner wie beim Smartphone: Maximale Sicherheit

Mit dem Fingerabdruckscanner wird der sichere Gebrauch der Kreditkarte ermöglicht. Weder die Einrichtung neuer, spezieller Terminals noch die Herausgabe der Karte aus der Hand sind für die Einführung dieses Kartenmerkmals notwendig. Bereits im kommenden Jahr soll die Unterschrift in den USA überflüssig werden.

Der Fingerabdruckscanner funktioniert ähnlich wie die Entsperrung des Smartphones oder auch die Türöffnung in Firmen durch verschiedene Fingerabdruck-Systeme. Zunächst muss sich ein Karteninhaber bei der Bank melden und den eigenen Fingerabdruck registrieren lassen. Dieser findet – in digitaler, verschlüsselter Form – anschließend seinen Weg auf die Karte. Bei künftigen Bezahlvorgängen ist es dann notwendig, die Identität mit dem Fingerabdruck zu bestätigen. Die Sorge, dass dadurch die Kreditkarte dicker und unhandlicher daherkommt, ist unbegründet. Sie gleicht in ihren Maßen den bisherigen MasterCards und ermöglicht daher die Nutzung wie gewohnt.

Quelle: FAZ.net

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