Typklassen: Neue Einstufungen ändern die Beiträge für Kfz-Versicherungen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.09.2017

Der GDV hat die Typ- und Regionalklassen von 28.000 Fahrzeugtypen in Deutschland neu festgelegt. Dabei muss jeder dritte Autobesitzer mit einer Neueinstufung rechnen. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung wurde die Einstufung von etwa einem Viertel der Autos geändert. Von den fast 40 Millionen in Deutschland gemeldeten Autos kommen nun 5,7 Millionen in eine höhere und 5,2 Millionen in eine niedrigere Klasse. Bei der Teilkasko-Versicherung kommen nur 2,5 Millionen Autos in eine höhere Klasse und 4,2 Millionen in eine niedrigere. Die Klassenänderung wird für bestehende Verträge zum 01.01.2018 wirksam, bei neuen Verträgen kann die Einstufung jetzt schon als Basis dienen.

Die neue Einstufung der Typ- und Regionalklassen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft bringt Änderungen für etwa ein Drittel aller ca. 40 Millionen Autos der Republik. Dabei wurden die Kfz-Haftpflicht, Teilkasko- und Vollkasko-Versicherung aktualisiert. Rund die Hälfte der betroffenen Autos wurde hochgestuft, die andere Hälfte wurde herabgestuft. Es gibt auch einige Modelle, die für eine Versicherungsart hochgestuft und für eine andere herabgestuft wurden.

Die Einstufung in Klassen ist für Versicherungen zwar nur eine unverbindliche Empfehlung, in der Regel bilden sie aber einen verlässlichen Anhaltspunkt für die Berechnung. Während bestehende Verträge erst zum 01.01.2018 angepasst werden, können sich Kfz-Versicherungen bei neuen Verträgen schon jetzt auf die neuen Klassen beziehen.

So werden die Typ- und Regionalklassen berechnet

Insgesamt fast 28.000 verschiedene Fahrzeugtypen wertet der GDV jährlich aus, um die Versicherungstypen zu bestimmen. Die Berechnung der Typklassen erfolgt auf Basis der durch Fahrzeugschäden verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre. Wenn für ein Fahrzeug weniger Reparaturkosten entstanden sind, wird dieses eine Klasse heruntergestuft und die Fahrzeugführer können sich über niedrigere Beiträge freuen. Gemeldete Diebstähle werden ebenfalls mit einbezogen. Außerdem wird neben dem Wert des Autos auch der Standort in den Regionalklassen berücksichtigt. In einer Großstadt ist das Risiko eines Diebstahls eben höher als auf dem Land.

Das sind die stärksten Änderungen in den Fahrzeug-Typklassen

Einige Modelle wurden dieses Jahr um ganze drei Typklassen heruntergestuft. Dazu gehören in der Haftpflicht-Versicherung der Dacia Logan Kombi 0.9 und der Audi A4 Avant 2.0 TDI. Bei der Vollkasko-Klasse wurde der Seat Leon St 1.4 TSI drei Klassen heruntergestuft. Die günstigste Kfz-Versicherung besitzt im Schnitt der Peugeot 108 1.0, auch wenn er eine Klasse hochgestuft wurde.

Quellen: Spiegel Online, Wirtschafts Woche, Versicherungsbote.de

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