Neuer 50-Euro-Schein kommt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.03.2017

Nachdem bereits die 5-, 10- und 20-Euro-Banknoten als Teile der sogenannten Europa-Serie neu aufgelegt wurden, kommt am 4. April 2017 nun auch der 50-Euro-Schein hinzu. Am Design hat sich auf den ersten Blick wenig verändert, wie aber schon bei den anderen Banknoten wurden neue Sicherheitsmerkmale eingearbeitet. Das ist beim Fünfziger auch besonders dringend nötig, denn er ist der meist gefälschte Geldschein in Europa.

Da schon die bereits eingeführten neuen 5-, 10- und 20-Euro-Scheine zu einem deutlichen Rückgang der in Umlauf geratenen Blüten geführt haben, soll der neue 50-Euro-Schein Fälschern noch zusätzlich das Handwerk legen. Schließlich handelt es sich bei fast der Hälfte – circa 46 Prozent – aller in Umlauf befindlichen Euroscheine um Fünfziger. Das macht allerdings auch die gesamte Umstellung zu einem organisatorischen Gewaltakt, an dem die europäischen Finanzinstitute und Geldruckereien lange gearbeitet haben.

Transparente Fenster und fühlbare Struktur

Wie schon die anderen neu eingeführten Banknoten ist die wichtigste Änderung beim neuen Schein das Porträtfenster am oberen Rand des linken Hologramms. Wird die Banknote gegen das Licht gehalten, lässt sich die mythische Sagengestalt Europa erkennen, bei Kippen des Scheins auch sein Wert. Zusätzlich leuchtet die Wertzahl jetzt in Smaragdgrün, was wohl die auffälligste Änderung darstellt. Die Oberfläche ist außerdem mit einem Relief versehen, das es besonders Sehbehinderten einfacher machen soll, die Scheine zu unterscheiden.

Allerdings wurden ebenfalls einige Modifikationen vorgenommen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind: Details in Mikroschrift oder Farbveränderungen, die nur unter Infrarot- oder UV-Licht sichtbar werden, dienen in erster Linie der Prüfung durch Geldautomaten. Eine eher formale Änderung stellt dagegen die zusätzliche Verwendung kyrillischer Buchstaben dar, die auf den EU-Beitritt Bulgariens zurückgeht. Außerdem wird von nun an auf eine nationale Kennzeichnung der Scheine verzichtet, die bis dato aus der ersten Ziffer der Seriennummer hervorging.

Alte Scheine behalten ihren Wert

Auch wenn der Falschgeldanteil im Vergleich zur Einführung des Euro schon deutlich zurückgegangen ist, könnte der überarbeitete 50-Euro-Schein zu einem weiteren Blütenrückgang führen. Schließlich sind 61 Prozent der in Deutschland gefälschten Banknoten Fünfziger. Wie bei vorherigen Umstellungen auch behalten aber selbstverständlich die alten Scheine ihre Wirksamkeit. Sie werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Quellen: Handelsblatt.de, n-tv.de, Welt.de, Faz.de

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