Neuer Service bei Banken: Bargeld per Lieferdienst

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.03.2016

Bargeld wird am Geldautomaten oder am Kassenschalter in der Bankfiliale abgehoben. Mancherorts ist dies allerdings kaum noch möglich – beispielsweise aufgrund von Filialschließungen. Um die Bargeldversorgung ihrer Kunden sicherzustellen, bieten mittlerweile verschiedene Banken einen besonderen Service an: einen Lieferdienst für Bargeld. 

Bargeld-Taxi, Geld-Express  oder Bargeld-Bring-Service – hinter diesen Bezeichnungen verbirgt sich ein Lieferdienst für Bargeld. Wie die „Welt“ berichtet, bieten mittlerweile diverse Banken einen solchen Service an. 

Banken liefern Bargeld an Kunden aus

Lieferdienste, die Bargeld direkt nach Hause liefern, sind dabei kein exklusiver Service von Privatbanken. Neben der reinen Direktbank Netbank bieten auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken, beispielsweise in Thüringen, Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, ihren Kunden einen solchen Lieferdienst. Mit dem Service beauftragen einige Banken externe Dienstleister, andere lassen das Geld auch von eigenen Mitarbeitern ausliefern. Um Bargeld von ihrem Girokonto geliefert zu bekommen, müssen Bankkunden üblicherweise, ihre Identität über ihren Personalausweis legitimieren. Die anfallenden Gebühren für den Lieferdienst variieren. Einige Institute bieten den Service kostenlos an, andere verlangen hier Pauschalbeträge von einigen Euro pro Bargeld-Lieferung. Wiederum andere berechnen Versandkosten sowie eine Servicegebühr, die in der Höhe an die Summe des bestellten Bargeldes angepasst ist.

Das Angebot wird regional recht unterschiedlich stark wahrgenommen. So beliefert die Stadtsparkasse laut „Welt“ Dortmund monatlich etwa 50 Kunden mit Bargeld, die Sparkasse Siegen pro Monat nur rund fünf. 

Vielfältige Gründe für den Lieferdienst

Die Institute richteten den Bargeld-Lieferdienst aus verschiedenen Gründen ein. So spielt die Kundenbindung aufgrund des zusätzlichen Service häufig eine große Rolle. Die Sparkasse Gera-Greiz gab gar an, den Service aufgrund gehäufter krimineller Attacken auf ihre Geldautomaten eingeführt zu haben, wir die „Welt“ berichtet. Wiederholte Sprengversuche sorgten hier für so hohe Kosten, dass sich die Sparkasse beschloss, die ihre Automaten abzubauen und als Alternative den Kunden Bargeld nach Hause zu liefern. Darüber hinaus sehen sich viele Banken gezwungen aus wirtschaftlichen Gründen Filialen zu schließen. Besonders häufig sind hier ländliche Gegenden betroffen. 

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