Niedrige Energiepreise hemmen Inflation

Zuletzt aktualisiert am 23.09.2019

Die geringen Preise für Kraftstoffe und Heizöl sorgen wahrscheinlich für das aktuelle Tief der Inflation. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verteuerten sich die Produkte um 1,4 Prozent im August 2019.

Allerdings gab es nicht überall Preissenkungen: In der Nahrungsmittelbranche, aber auch in Hinblick auf andere Energiestoffe wie Fernwärme und Erdgas gab es Anstiege. Das Durchschnittsziel der EZB ist eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent.

Teuerungen im August bei rund 1,4 Prozent

Die aktuelle Inflationsrate wurde kürzlich durch das Statistische Bundesamt errechnet. Dabei fällt auf: Sie verzeichnet einen Rückgang. So stieg sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent, während sie im Juli 2019 noch 1,7 Prozent betrug. Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank ist das zu niedrig, denn das Inflationsziel sollte in der mittleren Frist knapp unter zwei Prozent betragen.

Durch dauerhaft zu niedrige Inflationsraten könnte die Investitionsbereitschaft durch Unternehmen sinken. Im dritten Quartal des Jahres 2019 liegt die Teuerungsrate in ganz Europa bei durchschnittlich 1,7 Prozent. Noch vor einem Jahr befand sie sich – wenn auch nur kurzfristig – über der Zwei-Prozent-Marke. Daher ist durch die aktuelle Rate ein neuer Tiefstand zu verzeichnen. Diese bestätigte außerdem die vorläufig berechneten Zahlen rund um die Preisentwicklung, welche im Vorfeld durch die Wiesbadener Behörde ermittelt wurden.

Geringere Preise

Der Grund für den geringeren Preisanstieg sind wahrscheinlich die gesunkenen Energiepreise für Kraftstoffe und Heizöl. Wenn man die aktuellen Zahlen mit jenen aus dem Vorjahr (August) vergleicht, ergibt sich bei Kraftstoffen eine Preisminderung von 3,3 Prozent, während sie bei Heizöl sogar 5,2 Prozent beträgt. Allerdings zogen die Preise in anderen Bereichen kräftig an. So musste für Erdgas 2019 tiefer in die Tasche gegriffen und ein Aufpreis von 4,6 Prozent bezahlt werden. Ebenso verteuerten sich die Fernwärme um 4,7 Prozent und der Strom um 3,8 Prozent. Dienstleistungen wurden mit rund 1,6 Prozent mehr beziffert als im Vorjahr.

Auch die Nahrungsmittelbranche verlangte 2019 mehr Geld: Die Gemüsepreise stiegen um durchschnittlich 12,8 Prozent, die Kosten für Fleisch um 4,3 Prozent. Trotz dieser Zahlen bewegt sich die Inflationsrate auf dem Tiefstand und schürt weiterhin die Sorge um eine schleppende Konjunktur.

Quelle: zeit.de

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