Niedriger Euro und abwartender DAX-Kurs

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.01.2015

Der DAX-Kurs hat aktuell nur wenig Potenzial, doch das könnte sich bereits in wenigen Wochen ändern. In Griechenland und bei der EZB stehen wichtige Entscheidungen an, welche den DAX zusammen mit der anziehenden US-Wirtschaft positiv beeinflussen könnten. Der niedrige Dollarwert des Euros wirkt sich dagegen kaum auf die Börsenwerte aus.

Am Montag wurde der Euro zwischenzeitlich mit 1,186 Dollar so niedrig gehandelt wie seit fast neun Jahren nichtmehr. Gleichzeitig entwickelt sich der DAX-Kurs aktuell recht unspektakulär. Anleger und Börsianer warten offenbar auf die am 22. Januar stattfindende Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und die griechischen Parlamentswahlen am 25. Januar. Die Ergebnisse beider Termine werden die Zukunft von Euro und DAX beeinflussen. Wer Aktien kaufen möchte, kann bis Ende Januar warten oder mutig jetzt investieren.

EZB-Entscheidung kann Euro- und DAX-Kurs beeinflussen

Die Spekulationen um einen möglichen umfangreichen Staatsanleihen Kauf durch die EZB und die Unsicherheit der politischen Zukunft Griechenlands haben den Euro-Kurs weiter fallen lassen. Auch auf den deutschen Aktienmarkt wirkte sich die Unsicherheit aus. Der DAX-Kurs verharrte zuletzt in einer abwartenden Haltung. Sollte sich die EZB am 22. Januar für den Kauf von Staatsanleihen nach dem US-amerikanischen Vorbild entscheiden oder zumindest konkrete Pläne dazu vorlegen, könnte dies den DAX-Kurs wieder steigen lassen: Das Mittel der EZB zur Bekämpfung der niedrigen Inflation soll das Wirtschaftswachstum in Europa anregen und so zu mehr Investitionen führen.

Blicke richten sich erneut auf Griechenland

Ein weiterer wichtiger Faktor wird die Parlamentswahl in Griechenland sein. Manch eine Partei möchte den strikten Sparkurs beenden und dafür notfalls auch den Ausschluss aus der Währungsunion und dem Euro in Kauf nehmen. Auch wenn die Bundesregierung den Euro-Austritt Griechenlands mittlerweile für verkraftbar hält, sind die Folgen für den Wert der Gemeinschaftswährung nicht vollständig abzusehen. Entsprechend halten sich Spekulationen über eine mögliche neue Eurokrise, welche den DAX-Kurs belasten und Anleger davon abhalten Aktien zu kaufen.

US-Wirtschaft stützt den DAX

Trotz der Unsicherheiten zeigt sich der DAX-Kurs relativ stabil. Für die Zukunft sehen Analysten eine positive Tendenz, weil die erstarkende US-Konjunktur den DAX bereits jetzt stabilisiert und langfristig nach oben treiben könnte. Fallen die Entscheidungen in Griechenland und bei der EZB für Börsianer positiv aus, könnte der Aktienindex zusätzlichen Auftrieb erhalten. Wer mutig ist, kann folglich jetzt investieren und hoffen. In jedem Fall sollten die Risiken jedoch überschaubar sein. Mit einem Geldanlage-Vergleich können attraktive Anlageformen ausfindig gemacht werden. Besonders aufgrund der weiterhin anhaltenden niedrigen Sparzinsen kommen Sparer 2015 wohl nur schwer an Aktienanlagen vorbei.

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