Niedrigzins: Deutsche setzten nun doch auf Aktien

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.12.2015

Obwohl klassische Sparanlagen bereits seit geraumer Zeit kaum noch nennenswerte Renditen bringen, hielten viele lange daran fest. Doch nun findet offenbar ein Umbruch statt und die Deutschen investieren verstärkt in Aktienfonds.

Trotz erheblicher Schwankungen beim DAX: Die Bundesbürger haben anscheinend eingesehen, dass Wertpapiere angesichts des Niedrigzinses bessere Renditen versprechen als klassische Sparanlagen. Wie das „Manager Magazin“ in Bezug auf Zahlen des deutschen Fondsverbands BVI berichtet, ist der Anteil der Deutschen, die in Wertpapiere und Aktienfonds investieren, seit dem Sommer deutlich gestiegen.

Niedrigzins zum Trotz oder gewachsenes Vertrauen? Aktienfonds-Investments auf Rekordhoch

Demzufolge landeten im Oktober Aktienfonds im Wert von 2,4 Milliarden Euro in den Depots deutscher Anleger. Insgesamt 13,8 Milliarden Euro investierten Privatanleger in den vorherigen Monaten des Jahres 2015 in Publikumsfonds. Damit befindet sich das Publikumsfonds-Neugeschäft auf einem Rekordhoch. In den drei Jahren zuvor lag der Wert deutlich darunter, zeitweise wurde sogar mehr Kapital aus Fonds abgezogen als investiert. Aus der BVI-Erhebung geht nicht hervor, ob die Entscheidung zugunsten von Wertpapierfonds wegen eines gewachsenen Vertrauens in die Börse gefallen ist oder aufgrund zunehmenden Unmuts ob der Renditen aus klassischen Spareinlagen.

Zeitpunkt für verstärktes Interesse an Wertpapieren überrascht

Bislang hatten sich viele Deutsche standhaft geweigert, in Börsenwerte zu investieren und hatten trotz Niedrigzins weiter auf das klassische Sparen gesetzt, beispielsweise in Form von Festgeld oder Sparbriefen, und so teils sogar wissentlich auf höhere Renditen verzichtet. Erstaunlich ist allerdings, dass die sonst so sicherheitsbewussten Deutschen jetzt zu einer Zeit auf Aktien zu setzen scheinen, in der die Kurse ins Rutschen geraten sind. Während der DAX 2015 über weite Strecken nur eine Richtung – nämlich aufwärts – kannte, hielt sich das Interesse vieler Anleger trotz der vermeintlich besseren Renditen noch in engen Grenzen. Insbesondere in den vergangenen zwei Wochen ist der deutsche Leitindex allerdings kräftig ins Rutschen geraten. „Zu guter Letzt sieht es so aus, als hätten die Deutschen erkannt, dass ein perfektes Timing an der Börse nicht möglich ist. Den idealen Einstieg ebenso wie den idealen Ausstieg findet man nur auf einem Chart, nicht aber in der Realität“, vermutet „Manager Magazin“-Redakteur Arne Gottschalck.

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