Preiserhöhung: Heizkosten steigen deutlich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.11.2017

Verbrauchern droht ein wahrer Preisschock im Energiemarkt. Wer seine Wohnung mit Öl heizt, muss für 2017 mit Mehrkosten in Höhe von zehn Prozent rechnen. Gas und Fernwärme werden in diesem Jahr ebenfalls teurer, wenn auch in einem etwas moderateren Rahmen. Dieser Schock könnte Verbraucher vor allem deshalb hart treffen, weil die Heizkosten in den vergangenen Jahren stagnierten oder in vielen Fällen sogar sanken.

Die deutlichen Preiserhöhungen für 2017 gehen aus einer aktuellen Analyse des Deutschen Mieterbundes und der Beratungsgesellschaft co2online hervor. Auch die Daten des Messgeräte-Herstellers Tescon bestätigten den Trend: Vergangenen Mittwoch erreichte der Preis für Heizöl ein neues Jahreshoch von rund 62 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Erhebliche Mehrkosten für alle Verbraucher

In den vergangenen Jahren war es am deutschen Energiemarkt vor allem in Sachen Heizkosten vergleichsweise ruhig. So dürfte die Rechnung für das Jahr 2016 die meisten Verbraucher sogar erfreut haben, sanken die Kosten hier doch fast deutschlandweit. Doch damit dürfte jetzt Schluss sein. Wer seine Wohnung mit Öl heizt, soll laut Angaben des Deutschen Mieterbundes und co2online mit Mehrkosten von zehn Prozent rechnen müssen.

In einer durchschnittlichen Wohnung mit 70 Quadratmetern Wohnfläche kommen so Zusatzkosten von voraussichtlich 65 Euro auf die Bewohner zu. Etwas besser gestellt sind Mieter und Hausbewohner, die mit Gas oder Fernwärme heizen. Hier fallen die Preiserhöhungen mit rund 15 Euro (Gas) beziehungsweise 20 Euro (Fernwärme) moderater aus. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann die Mehrkosten evtl. auffangen, weshalb ein regelmäßiger Gaspreisvergleich ratsam ist.

Zum Vergleich: Im Jahr 2016 zahlten Verbraucher für eine solche Musterwohnung Heizkosten von 810 Euro (Gas) und damit 25 Euro weniger als im Vorjahr. Bei Heizöl lagen die Kosten in 2016 sogar nur bei 665 Euro und damit um 90 Euro unter dem Niveau von 2015.

Dämmung spart Heizkosten

Wer trotz der gestiegenen Preise noch Heizkosten sparen möchte, müsse laut co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz vor allem auf die Dämmung von Wohnung oder Haus achten. Hier bietet sich hohes Einsparpotenzial, das Mieter allerdings nicht nutzen können. Doch auch mit verändertem Nutzverhalten sei es möglich, für eine Reduktion des Verbrauchs zu sorgen.

Quelle: Bild.de

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