Private Altersvorsorge nicht selbstverständlich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.02.2015

Etwa die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland vernachlässigt das Thema "private Altersvorsorge", so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Privat Vorsorge für das Alter zu treffen, scheint demnach keine Selbstverständlichkeit zu sein – dabei könnte die gesetzliche Rente in Zukunft gerade nur noch zur Grundversorgung ausreichen.

Warum heute schon an morgen denken? Diese Frage scheinen sich viele deutsche Arbeitnehmer zu stellen und schieben den Gedanken an private Altersvorsorge daher erst einmal beiseite. Lediglich 56 Prozent der befragten Berufstätigen erwarten, im Alter aus einer privaten Altersvorsorge Geld zu erhalten – im Osten der Republik sind es sogar nur 49 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie der Postbank. Die Zukunft könnte für diejenigen, die nicht privat vorsorgen, böse Überraschungen bereithalten: Finanzexperten sind sich einig, dass die gesetzliche Rente in Zukunft nur noch für die Grundversorgung ausreichen wird, berichtet „Der Versicherungsbote“. Die Absenkung des Renteniveaus auf 43 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns bis 2030 macht deutlich, dass private Altersvorsorge immer wichtiger wird, um im Alter nicht von einer Versorgungslücke betroffen zu sein.

Private Altersvorsorge: Je jünger der Sparer, desto geringer der monatliche Aufwand

Gerade für Jüngere sollte die private Altersvorsorge ein aktuelles Thema sein. Denn je früher damit begonnen wird für das Alter vorzusorgen, desto geringer fallen die monatlichen Aufwendungen aus. Berufstätige, die erst mit 40 Jahren oder später beginnen, für das Alter zu sparen, müssen für einen ähnlichen späteren Auszahlungsbetrag monatlich deutlich mehr zur Seite legen. Ein vergleichsweise geringes Einkommen bei Berufseinsteigern ist grundsätzlich kein Hinderungsgrund für frühzeitigen Einstieg in die private Altersvorsorge, da Sparraten individuell angepasst werden können. Verbraucher sollten möglichst staatliche Förderungen, wie beispielsweise bei Riester-Verträgen, in Anspruch nehmen, so der „Versicherungsbote“.

Indexfonds als Alternativen zu herkömmlichen Altersvorsorgeprodukten

Auch risikoreichere, aber renditeträchtigere Anlagenprodukte wie etwa börsengehandelte Indexfonds können als Altersvorsorge genutzt werden. Etwaige Kursschwankungen werden durch die breite Streuung in der Regel über kurz oder lang ausgeglichen. Auch bei dieser Anlagevariante ist eine Art Sparplan mit niedrigen monatlichen Sparraten in der Regel möglich. Welche letztlich die geeignete persönliche Anlagestrategie ist, kann im Gespräch mit einem Experten herausgefunden werden.

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