Rabatt für Elektro-Autos bei der Versicherung

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.09.2016

Nach Kaufprämie und verlängerter Steuerbefreiung können Käufer von Elektro-Autos jetzt auch noch bei der Versicherung von Vergünstigungen profitieren. An mangelnder Förderung sollte der Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland also nicht scheitern. Zwar sind Unterhaltskosten ein wichtiger Faktor für deutsche Autokäufer – ob der Rabatt zum Erfolg führt, bleibt allerdings abzuwarten.

Nachdem die Bundesregierung mit der Kaufprämie für Elektro-Autos bislang nur mäßige Erfolge bei der Förderung der Elektromobilität verbuchen konnte, gibt es jetzt auch noch von anderer Seite Rabatt. Die Axa – einer der großen deutschen Autoversicherer – kündigte jüngst an, bei ihrer Kfz-Versicherung zehn Prozent Rabatt für strombetriebene Fahrzeuge zu gewähren.

Konzern will Kauf von Elektro-Autos fördern

Wie der Konzern meldete, soll der Elektro-Auto-Rabatt für Policen in allen drei Kfz-Tarifmodellen des Unternehmens gelten, die ab dem 1. Oktober 2016 abgeschlossen werden. Der für Besitzer von Elektro-Autos wichtige Schutz der Akkus sei bei allen Tarifen eingeschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns. „Mit dieser Aktion möchten wir Kunden mit hohem Umweltbewusstsein unterstützen und Nachhaltigkeit auch im Bereich Mobilität fördern“, so Frank Edelmeier, der das Geschäftsfeld Kraftfahrt bei der Axa leitet. Umweltfreundlichkeit ist beim Autokauf allerdings nur für wenige Deutsche von Bedeutung, wie eine Studie kürzlich zeigte.

Schlechte Karten für Elektromobilität: Umweltfreundlichkeit nebensächlich

Zentraler Faktor bei der Kaufentscheidung für ein bestimmtes Fabrikat sind die Kosten. Und zwar nicht nur der Kaufpreis selbst, sondern auch die Kosten für Verbrauch und Unterhalt – also auch die Ausgaben für die Versicherung. Und hier können Elektro-Autos im Allgemeinen punkten. Zwar sind die Stromer in der Anschaffung deutlich teurer als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – daran konnten auch Kaufprämie und längere Steuererleichterungen bislang wenig ändern. Verbrauchs- und Wartungskosten sind allerdings spürbar niedriger, da beispielsweise Ölwechsel oder Reparaturen an der Auspuffanlage entfallen. Ob die durch den Rabatt in der Versicherung sinkenden Unterhaltskosten nun allerdings den Durchbruch für die Elektromobilität in Deutschland bringen, bleibt abzuwarten. Solange die Ladestationen für Elektro-Autos noch spärlich gesät sind, dürfte es schwierig bleiben, die Bundesbürger für Elektromobilität zu begeistern. Ein Ausbau der Infrastruktur um 15.000 neue Ladestationen ist von 2017 bis 2020 geplant.

Quelle: Axa

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