Ranking zeigt profitabelste Standorte für Immobilieninvestitionen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 07.10.2017

Die als B-Städte bezeichneten Lagen außerhalb der übersättigten Großstädte bieten momentan die attraktivsten Investitionsmöglichkeiten im Immobiliensektor. So lautet das Ergebnis des aktuellen Risiko-Rendite-Rankings des Immobiliendienstleisters Dr. Lübke & Kelber für 110 Städte. Demnach versprechen Osnabrück, Wolfsburg und Worms das beste Verhältnis aus Eigenkapitalrendite und Standortrisiko.

Berlin und München haben ausgedient: Laut dem aktuellen Risiko-Rendite-Ranking von Immobiliendienstleister Dr. Lübke und Kelber, bei dem 110 Städte miteinander verglichen wurden, liegen nicht die größten deutschen Städte wie Berlin, München oder Hamburg vorn. Stattdessen können die sogenannten B-Lagen punkten. Osnabrück, Wolfsburg und Worms belegen als Standorte für Immobilienanlagen im Vergleich von Eigenkapitalrendite und Standortrisiko die vordersten Plätze.

In 23 von 110 Städten rentiert sich der Immobilienkauf nicht mehr

Die stetig steigenden Immobilienpreise in ganz Deutschland sowie die Landflucht haben die Top 7 Großstädte (Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Köln, Stuttgart) lange Zeit zu Investorenparadiesen gemacht. Inzwischen sind die Kaufpreise für Immobilien aber so exorbitant hoch, dass die aktuell noch vielversprechende Rendite in keinem Verhältnis mehr zur Höhe des Risikos der Investition steht. So beträgt das Risiko-Rendite-Verhältnis für Berlin inzwischen -0,8 Prozentpunkte, während Osnabrück auf dem Spitzenplatz mit +1,95 punktet.

Das bedeutet, dass sich Immobilien als Kapitalanlage inzwischen vornehmlich in den sogenannten B-Städten lohnen. In den 23 schlechter gerankten Städten hingegen stellt der Immobilienkauf keine aussichtsreiche Investition mehr dar. Besonders deutlich wird das am Beispiel München: Für eine Dreizimmerwohnung mit 70 Quadratmetern müssen Eigentümer monatlich 6,7 Prozent mehr ihres Haushaltseinkommens aufwenden, um den Kredit zu bedienen, als sie für ein vergleichbares Objekt Miete zahlen würden. Mit einer Differenz von 4,8 Prozent gestaltet sich die Situation in Berlin nur unwesentlich besser. Eine Ausnahme gibt es unter den Top 7 allerdings: In der beliebten Rheinmetropole Köln lohnen sich sowohl der Erwerb einer Bestandsimmobilie als auch eine Baufinanzierung.

Osnabrück punktet mit günstigen Lebenshaltungskosten

Tatsächlich werden insgesamt nicht nur Großstädte unattraktiver. Auch kleinere Städte wie Konstanz am Bodensee verzeichnen eine negative Bilanz. Hier liegt die Belastung durch eine Eigentumswohnung um 2,9 Prozent höher als die durch eine entsprechende Warmmiete.

Der Erfolg von Städten wie Osnabrück ist dabei vor allem auf die niedrigen Lebenshaltungskosten zurückzuführen, die zu einem geringen Investitionsrisiko führen: Hier ist zu erwarten, dass sich auch in absehbarer Zukunft noch genügend Menschen finden lassen, die die Miete stemmen können.

Quellen: Focus, Haufe, noz

Alle 2 Wochen Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und gratis PDF erhalten!