Ready to share: Pilotprojekt für privates Carsharing

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.02.2017

Viele Fahrer wollen nicht auf die Vorzüge eines eigenen Wagens verzichten, nutzen ihr Vehikel jedoch nur sehr selten. Die Mercedes-Tochter Smart möchte nun dazu beitragen, dass Autohalter ihr Fahrzeug unkompliziert Freunden oder Bekannten zur zeitweiligen Nutzung überlassen können. Mit dem Projekt „ready to share“ könnten sie zum Vorreiter des privaten Carsharing werden. Erst kürzlich hatte Smart mit „ready to drop“ den Kleinwagen zur Paketstation erklärt.

Scheinbar hat es sich die Mercedes-Tochter Smart zur Aufgabe gemacht, den Kleinwagen in seiner Nutzbarkeit zu revolutionieren. Vor kurzem erklärte der Hersteller Fahrzeuge mit dem Angebot „ready to drop“ zur Paketstation und lässt nun ein Pilotprojekt zum Carsharing folgen. Für Besitzer, die ihr Auto nur sehr selten nutzen, könnte das System eine Lösung bieten. Smart ermöglicht damit die unkomplizierte Weitergabe des Fahrzeugs an Freunde und Bekannte.

„Ready to share“ statt ungenutzter Fahrzeuge

Steht das Auto ungenutzt herum, sind viele Halter gerne bereit, es zeitweilig Freunden oder Bekannten zu überlassen. Damit von der Absprache bis zur Schlüsselübergabe kein Problem besteht, versucht sich Smart an einer elektronischen Lösung. Die Technik, die bereits von Sharing-Unternehmen wie Car2go genutzt wird, lässt sich leicht mit einer Connectivity-Box implementieren. Die verbundene App öffnet den Smart mittels eines kleinen Kästchens hinter der Frontscheibe. Auf diese Weise können DHL-Boten bereits Pakete im Kofferraum registrierter Nutzer von „ready to drop“ deponieren.

Nun soll die Erweiterung auch zur Öffnung der Smarts durch andere Fahrer dienen. Die Besitzer geben an, zu welchen Zeiten, Preisen und Bedingungen der Wagen zur Verfügung steht. Halter können per Bestätigung entscheiden, ob sie der Nutzung zustimmen. Erst dann erfährt der Leihwillige den Standort. Zusätzliches Plus des Systems: Trotz konventionell hinterlegtem Schlüssel ist der Wagen ohne App nicht zu starten. So wird nicht nur Einbrechern das Handeln erschwert; auch wenn der Besitzer den Schlüssel vergisst, stellt dies kein Problem mehr dar.

Finanzielle Aspekte des Sharings

Die Preise für die Vermietung können vom Fahrzeughalter ganz individuell festgelegt werden. Von der unentgeltlichen Nutzung für Freunde bis hin zu kleinen Aufschlägen ist alles denkbar. Mit der Einstellung auf eine Selbstkostenfunktion kann die Box den Aufschlag nach aktuellen Benzinpreisen berechnen. Nicht ganz unerheblich ist auch die Programmierung auf eine festgelegte Summe. Durch den erbrachten Gewinn kann das Unterfangen schnell zum Gewerbe werden, das mit dem Finanzamt geklärt werden muss. In der Zeit des Pilotbetriebes gilt zudem eine Vollkasko-Versicherung aller Fahrer.

Quellen: Welt, Autogazette

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