Es bleibt mehr Geld: Reallöhne sind gestiegen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.02.2015

Die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt: Die Löhne stiegen stärker als die Verbraucherpreise. Daraus hat das Statistische Bundesamt ein neues Rekordhoch für die Reallöhne errechnet. Das heißt, viele Menschen haben mehr Geld für den Konsum oder zum Sparen in der Tasche.

Viele Deutsche haben wieder mehr Geld zur Verfügung. Die Reallöhne sind im letzten Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen, wie eine vorläufige Untersuchung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ergeben hat. Insgesamt liegt die Steigerung bei 1,6 Prozent im Jahresschnitt, der höchste Wert seit der Wirtschaftskrise 2008.

Es bleibt mehr Geld übrig

Die Steigerung ergibt sich aus einer einfachen Berechnung: Die Nominallöhne sind 2014 um 2,4 Prozent höher als im Jahr 2013. Gleichzeitig sind die Preise für viele Produkte im selben Zeitraum nur um etwa 0,9 Prozent angestiegen. Die Differenz ergibt den Reallohnanstieg von 1,6 Prozentpunkten. Hier in der Übersicht:

 ReallohnindexNominallohnindexVerbraucherpreisindex
2008 0,5 3,1 2,6
2009 -0,2 0,1 0,3
2010 1,5 2,7 1,1
2011 1,2 3,3 2,1
2012 0,5 2,5 2,0
2013 -0,1 1,4 1,5
2014 1,6 2,4 0,9

Quelle: Destatis

Unter anderem hat billige Energie viele Produkte günstiger werden lassen. Beispielsweise mussten Firmen für die Herstellung und den Lieferweg weniger Geld ausgeben und konnte ihre Waren zu niedrigeren Preisen anbieten. Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich allerdings um ein vorläufiges Ergebnis, der abschließende Bericht wird wahrscheinlich Ende März veröffentlicht.

Prognose über Reallöhne und Kaufkraft

Viele Experten rechnen auch für das Jahr 2015 mit einer niedrigen Inflationsrate. Vermutlich steigen die Löhne erneut schneller als die Kosten für viele Produkte – die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde wird sich möglicherweise ebenfalls positiv auf die Kaufkraft auswirken. Das heißt aber auch: Wenn mehr Geld zur Verfügung steht, sollten Verbraucher über Investitionen in eine Altersvorsorge nachdenken. Denn bei steigenden Reallöhnen kann gleichzeitig gespart und der Lebensstandard gehalten werden.

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