Regierung plant Milliarden-Spritzen für Start-Ups

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.01.2017

Ideen im Überfluss, aber kein Kapital zur Umsetzung: Diese Gleichung führt bei vielen Start-Ups zum frühzeitigen Aus. Der Erfolg dieser Neugründungen ist jedoch ein wichtiger Antrieb für den Wirtschaftssektor und so plant die Regierung eine Stärkung der Finanzierung. Mit einem neuen Milliarden-Fond sollen die Gründer im Wachstum unterstützt werden.

Ein sogenannter Tech Growth Fund soll Abhilfe bei den finanziellen Problemen kreativer Unternehmensgründer schaffen. Denn obwohl der Ansatz oft vielversprechend ist, mangelt es den Start-Ups an Geldmitteln in der Wachstumsphase. Bisher waren vor allem Eigenkapital, Finanzierungsrunden, Crowdinvesting und -funding oder Kredite für Selbstständige die beste Möglichkeit zur Kapitalerschließung.

Die Regierung will mit der Milliarden-Spritze Unterstützung für Unternehmen und somit auch einen wichtigen wirtschaftlichen Antrieb schaffen.

Die Große Koalition will den Markt für Start-Ups verbessern

Die Start-Up-Finanzierungen sollen weiter ausgebaut werden. Dieser Plan der großen Koalition soll gemeinsam mit der KfW-Bank in Form eines Tech Growth Funds umgesetzt werden. Aus diesem können Unternehmen, die sich mit ihrem Geschäftsmodell als förderwürdig qualifizieren, Venture Debts erhalten. Besonders in der Wachstumsphase hängen diese bisher vom finanziellen Input risikobereiter Investoren ab und werden erst nach den ersten größeren Erfolgen auch von Banken in Betracht gezogen.

Um eine Verbindung zwischen diesen beiden Extremen von Investoren-Wagnis und bankhafter Zurückhaltung zu schaffen, will die Regierung über die nächsten Jahre eine zusätzliche Finanzierung ermöglichen. Mit mehreren Milliarden Euro können innovative Geschäftsideen in der Entwicklungsphase unterstützt werden, die andernfalls keine Umsetzung erreicht hätten.

Die Lage und Chancen für deutsche Starts-Ups

Der Mangel an Wagniskapital stellt deutsche Unternehmensgründer immer wieder vor große Probleme. Das Finanzsystem der Republik ist eher bankbasiert und gilt somit nicht als typischer Markt für Risikofinanzierungen. Der deutsche Venture-Finanzierungsmarkt ist mit drei Milliarden Euro viermal so groß wie noch 2013 und kann im europäischen Vergleich den dritten Platz nach Großbritannien und Schweden erzielen. Big Player wie die Vereinigten Staaten speisen den Markt jedoch mit mehr als 50 Milliarden Euro.

Die Zahl der Unternehmensgründungen geht seit 2014 zurück. Mit der Finanzspritze kann den Unternehmensgründern leichter zu ausreichend Kapital verholfen werden, um rechtzeitig zu wachsen. Zu den bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten stellt dies eine attraktive Option für kreative Geschäftsmodelle dar.

Quellen: Handelsblatt, Spiegel

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