Rekord bei der Antragsstellung für E-Auto-Prämie im September

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.10.2017

Mit 3.626 neuen Anträgen auf Gewährung der Kaufprämie für Elektroautos wurde im September ein neuer Rekord aufgestellt. Das geht aktuell aus dem Zwischenbericht des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hervor. Insgesamt zeigt das gesamte dritte Quartal 2017 mit 10.636 Anträgen einen deutlichen Anstieg gegenüber den bisherigen Antragsvolumina. Die Gesamtzahl der bisher gestellten Anträge steigt damit auf 33.660.

Das Interesse an E-Autos steigt, wie der jetzt veröffentlichte Zwischenbericht des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigt: Mit über 3.600 Anträgen auf die Auszahlung der Prämie beim Kauf eines Elektroautos wurden im September so viele Anträge gestellt wie noch nie zuvor. Davon profitiert auch die Gesamtbilanz des dritten Quartals 2017, das mit 10.636 Anträgen ebenfalls so gut dasteht wie keines davor. Insgesamt wurden seit Einführung der Prämie im Juli 2016 damit 33.660 Anträge gestellt.

BMW als beliebtester Hersteller im Elektrobereich

Mit 7.305 bisherigen Anträgen liegt Bayern im Ländervergleich vorn, unmittelbar darauf folgt Nordrhein-Westfalen, wo 7.088 Elektroautos über die spezielle Prämie finanziert wurden. In Niedersachsen und Hessen konnten sich mit jeweils nicht einmal 3.000 Anträgen bislang weit weniger Menschen für die Elektrotechnologie begeistern. Im Bereich der Hersteller hat BMW klar die Nase vorn. Fünf der sechs meistverkauften Elektroautos stammen von der Münchener Automarke. Besonders der i3 ist hier beliebt. Den ersten Platz muss BMW allerdings für den A3 in Elektroausführung von Audi räumen.

Tatsächlich bezieht sich mit 19.600 die Mehrzahl der Anträge inzwischen auf rein batteriebetriebene Fahrzeuge, während auf Plug-In-Hybride, die nach wie vor über einen zusätzlichen Verbrennungsmotor verfügen, nur noch 14.000 entfallen. Ebenfalls bemerkenswert: Nur knapp 44 Prozent der Anträge wurden von Privatpersonen gestellt, der Rest von Unternehmen, die ihre Flotten auf E-Mobilität umrüsten. Privatpersonen allerdings können zusätzlich zur Prämie einen Autokredit in Anspruch nehmen, um ihr neues Elektroauto zu finanzieren.

Elektroauto-Zahl wird dennoch das gesteckte Ziel nicht erreichen

Die Kaufprämie wurde 2016 ins Leben gerufen, um den Umstieg von konventionellen auf emissionsfreie Antriebe zu fördern. Zur Förderung zugelassen sind dabei alle Fahrzeuge, die seit dem 18.05.2016 erworben wurden. Reine Elektrofahrzeuge werden mit 4.000 Euro bezuschusst, Hybridfahrzeuge mit 3.000. Die Gelder werden dabei hälftig von den Autoherstellern und dem Bund übernommen.

1,2 Milliarden Euro sind so bereitgestellt worden, um das Ziel von einer Million zugelassenen Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen bis 2020 zu verwirklichen. Angesichts der aktuellen Zulassungszahlen im gerade einmal fünfstelligen Bereich hat sich die Regierung allerdings schon im Mai von diesem Vorsatz distanziert.

Quellen: euwid-energie.de, BAFA, Abendzeitung München, PV-Magazine, n-tv.de

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