Rente: Anstieg im Juli um bis zu 3,6 Prozent

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.03.2017

Eine Wirtschaft im Aufschwung und Lohnsteigerungen bringen auch Senioren ein deutliches Rentenplus. Zum ersten Juli erwarten über 20 Millionen Rentner höhere Altersbezüge. Zudem schmilzt die Lücke zwischen dem Westen Deutschlands, in dem das Niveau um 1,9 Prozent steigt, und dem Osten Deutschlands, in dem Rentner 3,6 Prozent mehr erhalten. Doch auch der Debatte um Altersbezüge steht ein Rentenwahlkampf ins Haus.

Für mehr als 20 Millionen Senioren bringt der Juli dieses Jahres eine Steigerung ihrer Bezüge. Grund dafür sind die gestiegenen Löhne und eine brummende Wirtschaft. Mit der Erhöhung schließt sich auch die Ost-West-Lücke zusehends. Während Rentner im Westen ab dem Sommer 1,9 Prozent mehr Geld erhalten, sind es im Osten des Landes 3,6 Prozent. Das Rentenplus dürfte für Freude sorgen, die Debatte im Wahljahr jedoch weiter befeuern.

Erhöhung stärker als prognostiziert

Das Plus fällt dieses Jahr zwar kleiner aus als noch 2016, doch übersteigt es die bisherigen Prognosen für das Rentenniveau. Im Juli des letzten Jahres brachten hohe Lohnabschlüsse den West-Rentnern 4,25 und den Ost-Rentnern 5,95 Prozent Zuwachs. Dabei handelte es sich um den größten Anstieg der letzten 23 Jahre. Eine der Hauptursachen waren jedoch Einmaleffekte durch eine Veränderung in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Für 2017 wurde durch die Deutsche Rentenversicherung Bund ein Zuwachs von etwa zwei Prozent vorausgesagt.

Auch in den folgenden Jahren soll das Ruhegeld in dieser Größenordnung steigen. Die übertroffenen Erwartungen sind auf relevante Lohnsteigerungen und eine stabile Finanzlage der Republik zurückzuführen. Die Diskussion um die Renten ist jedoch noch nicht beendet. Dieses Jahr stehen Wahlen an und die Debatte um drohende Altersarmut dürfte trotz positiver Nachricht zu vielen Entscheidungen beitragen.

Ost-West-Lücke schließt weiter

4,1 Millionen Ostrentner und 16,9 Millionen Westrentner können sich im Juli über mehr Geld freuen. Das Plus im Sommer wird die Ost-Bezüge für Senioren auf 95,7 Prozent des West-Niveaus anheben. Für Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles ist die umlagefinanzierte Rente eine der zentralsten Säulen des Alterssicherungssystems, insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen. Geplant sei eine vollständige Angleichung bis zum Beginn des Jahres 2025. Dies soll mithilfe eines Plans zur Anhebung in sieben Schritten erfolgen und 2018 beginnen. Die jährlichen Kosten sollen unter 3,9 Milliarden Euro liegen und, laut eines Kompromisses von Finanzminister Schäuble und Nahles, teils aus Steuer-, teils aus Beitragsmitteln finanziert werden.

Quellen: Zeit, mdr, FAZ

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