Rente mit 69: Kommt dieses Modell?

Zuletzt aktualisiert am 23.10.2019

Die Bundesbank plädiert für eine Anhebung des Rentenalters auf 69 Jahre und vier Monate. Betroffen wäre der Jahrgang 2001. Der Grund: Die demografische Entwicklung und der schwierige Zeitpunkt, zu dem die geburtenstarken Jahrgänge das Rentenalter erreichen.

Allerdings sind nicht alle von diesem Vorschlag begeistert. So argumentiert der DGB, dass es schon aktuell nicht alle Arbeitnehmer bis zur Rente schaffen. Sie müssen sich beispielsweise durch chronische Erkrankungen mit Krankengeld über Wasser halten.

Mit fast 70 in Rente?

Das Rentenalter sollte bis zum Jahr 2070 angehoben werden, um das System der gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten – zu diesem Ergebnis kommt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht des Oktobers 2019. Sie appelliert daran, dass die Aufrechterhaltung des Systems in Anbetracht der demografischen Entwicklung schwierig wird und empfiehlt daher ein Rentenalter von 69 Jahren und vier Monaten. Betroffen wäre davon der Jahrgang 2001.


Nicht nur die Bundesbank stellt einen solchen Vorschlag in den Raum, auch beispielsweise die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die EU-Kommission möchten das Rentenalter in Bezug auf die steigende Lebenserwartung erhöhen. Ablehnung kommt hingegen seitens des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der bereits die bisherige Erhöhung für einen Fehler hielt.

DGB lehnt Vorschlag ab

Denn: Bereits seit 2012 erfolgt eine Anhebung der Altersgrenze, um die gesetzliche Rente zu beziehen. Sie begann bei 65 Jahren und soll im Jahr 2031 bereits bei 67 Jahren liegen. Kurz vor diesem Zeitpunkt erreichen die so genannten „Baby Boomer“, die zu den geburtenstarken Jahrgängen nach dem zweiten Weltkrieg gehören, das Rentenalter – somit könnte die bisher geplante Anhebung nicht ausreichen, um das Rentenmodell stabil zu halten.

Doch laut DGB schaffen viele Arbeitnehmer schon jetzt die aktuelle Grenze für das Rentenalter nicht, müssen sich aufgrund von Arbeitslosigkeit oder chronischen Krankheiten stattdessen mit Arbeitslosen- oder Krankengeld über Wasser halten. Dadurch sind viele von Altersarmut betroffen. Auch sei eine allgemein höhere Lebenserwartung kein Indiz dafür, dass jeder bis fast zum 70. Lebensjahr schuften kann. Immerhin hängt die Lebenserwartung des Einzelnen auch wesentlich von der Art der Arbeit ab.

Quelle: focus.de

Spartipps und News:

Newsletter abonnieren & gratis PDF erhalten

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.