Gesamtwirtschaft soll von Rente mit 70 profitieren

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.01.2015

Künftig wird sich der Fachkräftemangel in Deutschland weiter verschärfen. Die Generation der Babyboomer, also die in den 1950er und 1960er Jahren Geborenen, tritt in absehbarer Zeit den Ruhestand an. Im Hinblick auf diese Entwicklung wird derzeit eine neue Strategie diskutiert: Die Rente mit 70.

Im neuen Jahr plädiert Frank-Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), dafür, die freiwillige Rente mit 70 attraktiver zu gestalten. „Flexible Ausstiege aus dem Erwerbsleben in Rente sind grundsätzlich ein gutes Modell“, sagt Weise in der Zeitung „Die Welt“. Während im Jahr 2014 bereits die Rente mit 63 Jahren auf den Weg gebracht wurde, sollen nun Anreize dafür gesetzt werden, ein längeres Arbeitsleben zu ermöglichen, erläutert der Vorstandschef.
 

Die Rente mit 70 als Strategie gegen Fachkräftemangel

Unternehmen und Politik sollen dazu die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Weise argumentiert, dass Firmen aufgrund der demografischen Entwicklung sogar auf die Erfahrung älterer Arbeitnehmer angewiesen seien. In ähnlicher Weise forderte auch Sigmar Gabriel von der SPD, das Potenzial älterer Arbeitnehmer, von Frauen, An- und Ungelernter sowie behinderter Personen besser zu nutzen.
 

Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums

Gabriel beruft sich bei seinen Forderungen auf eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA), welche er selbst gefördert hat. Demnach drohen „beispiellose Verluste“ von Fachkräften in den kommenden Jahren. Vor allem in sogenannten „Engpassberufen“ ist dies der Fall. Dazu zählen etwa die MINT-Berufe, also aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, erläutert das KOFA. Betroffen sind außerdem Berufe im Gesundheitsbereich.
 

Private Vorsorge bleibt wichtig

Unabhängig davon, wohin sich die Diskussion um die Rente mit 70 entwickelt, bleibt eine private Vorsorge weiterhin wichtig. Arbeitnehmer sollten daher diverse Modelle für die Vorsorge in Betracht ziehen.

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