Rente mit 73: Lösung für Probleme durch demografischen Wandel?

Zuletzt aktualisiert am 17.04.2019

Mehr Rentner durch den demografischen Wandel stellen den Staat vor ein großes Problem. Die jüngeren Arbeitnehmer rücken in zu geringer Anzahl nach, um die drohende Versorgungslücke zu schließen. Kommt daher nun die Rente mit 73?

Laut Experten gibt es noch eine andere Alternative. So könne der Staat in einen Rentenfonds investieren, von dem spätere Rentner profitieren. Frühestens mit 67 Jahren soll der Arbeitnehmer darauf Anspruch haben. Doch schon jetzt übersteigen die Ausgaben für die Rente die diesbezüglichen Einnahmen des Staates.

Große Lücke sorgt für Handlungsbedarf

Aktuell klafft bereits eine große Lücke zwischen den benötigten Rentenzahlungen und Arbeitnehmern, die diese finanzieren. Im vergangenen Jahr mussten 302 Milliarden Euro für die Rente aufgebracht werden – Beitragszahlungen gingen jedoch nur in Höhe von 235 Milliarden Euro ein. Aufgestockt wurde durch den Steuerzahler. Künftige Prognosen sprechen von jährlich 120 Milliarden Euro Mehrbelastung.

Der Handlungsbedarf ist daher groß. Das Ziel: unbezahlbare Kosten für die Rente zu vermeiden und trotzdem einen Lebensstandard für die Ruheständler zu erzielen, der sich fernab von der gefürchteten Altersarmut bewegt. Das erscheint auf den ersten Blick nur durch eine verlängerte Arbeitszeit denkbar. Während das Modell „Rente mit 63“ seit einigen Jahren auf Anklang stößt, werden die Arbeitnehmer von der Arbeit bis 73 aber wenig begeistert sein.

Ein staatlicher Aktienfonds für Rentner?

Experten von Scope, der größten Ratingagentur Europas, haben nun eine Alternatividee. Sie schlagen eine staatliche Investition in Aktien vor, um das Problem anderweitig als durch „Arbeit bis zum Umfallen“ zu lösen. Durch einen staatlichen Pensionsfonds könnten spätere Rentner profitieren. Aktuell seien die Planungen ohnehin zu sehr auf die derzeitige Rentengeneration und nicht auf künftige Rentner fokussiert. Auch an diese Gruppe muss aber rechtzeitig gedacht werden.

Zwei Probleme treffen in Zukunft unmittelbar aufeinander: Die steigende Lebenserwartung der Menschen einerseits und die geringe Nachkommenschaft andererseits. Daher muss das umlagefinanzierte Modell, bei dem aktuell in Rente befindliche Menschen von aktuellen Arbeitnehmern finanziert werden, durch eine weitere Säule ergänzt werden. Diese sieht Scope in dem genannten Fonds, der die so genannte kapitalgedeckte Rente ermöglichen könnte.

Quellen: focus.de

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