Rentenbeitrag soll länger stabil bleiben

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.11.2016

Viele Arbeitnehmer können aufatmen: Der Rentenbeitrag wird laut Medienberichten wohl erst im Jahr 2022 weiter steigen. Bislang war man schon für 2021 von einer Erhöhung ausgegangen. Ein Plus in der Rentenkasse sorgt aber dafür, dass der Beitrag noch etwas länger konstant bleibt.

Aktuell liegt der Rentenbeitrag bei 18,7 Prozent – und dieser Wert könnte länger konstant bleiben, als bislang angenommen wurde. Wie „Spiegel Online“ mit Bezug auf die „Bild“-Zeitung und Informationen der Deutschen Rentenversicherung berichtet, soll der Beitragssatz erst im Jahr 2022 wieder steigen.

Rentenbeitrag kann durch gute Konjunktur konstant bleiben

Offiziell ging die Bundesregierung bisher davon aus, dass es bereits im Jahr 2021 zu einem Anstieg des Rentenbeitrags kommen würde, und zwar auf 19,3 Prozent des Bruttolohns. Angeblich ist nun ein moderaterer Anstieg auf 18,8 Prozent geplant, der erst 2022 erfolgen soll. Dafür ist laut „Spiegel Online“ die stabile Konjunktur verantwortlich: Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt mit steigender Beschäftigung und spürbaren Lohnerhöhungen habe dazu geführt, dass mehr Geld als erwartet in die Rentenkasse geflossen sei. Die Möglichkeit eines bis 2021 stabilen Rentenbeitrags hatte die Bundesregierung allerdings schon im vergangenen Jahr in ihrem Rentenversicherungsbericht aufgezeigt. Aktuell ist gesetzlich festgelegt, dass der Rentenbeitrag bis 2030 nicht über 22 Prozent steigen darf. Wie Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) bereits mitgeteilt hat, ist es langfristig aber zu erwarten, dass der Beitragssatz die 22 Prozent überschreitet. Andernfalls sei das Rentenniveau nicht zu sichern. Ohnehin hat die Bundesregierung kürzlich darauf hingewiesen, dass ohne private Vorsorge vielen Bundesbürgern später Altersarmut droht.

Trotz Bedarfs in der Rentenkasse: Beitragsbemessungsgrenze soll bleiben

Im Zuge der aktuellen Rentendebatte hatte die SPD-Generalsekretärin Katarina Barley angeregt, die Beitragsbemessungsgrenze abzuschaffen. Nur bis zu dieser Grenze, die aktuell bei 6.200 Euro in Westdeutschland und 5.400 Euro in Ostdeutschland liegt, müssen Arbeitnehmer den Rentenbeitrag zahlen – der darüber hinausgehende Lohn bleibt unberücksichtigt. Eine Abschaffung der Grenze würde also mehr Geld in die Rentenkasse bringen. Nahles weist aber darauf hin, dass ein solcher Schritt später auch zu höheren Rentenansprüchen der Zahler führen würde. Die Arbeitsministerin spricht sich stattdessen für höhere Steuerzuschüsse zur Rentenkasse aus. 

Quelle: Spiegel Online

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