Rentenberatungen im Praxistest

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.08.2017

Privat, betrieblich, gesetzlich – die Planung ihres Lebensabends stützen deutsche Verbraucher auf drei Säulen. Da die gesetzliche Rente den Lebensstandard im Alter oftmals nicht sichert, wird die Planung des Vorsorgemix’ immer entscheidender, aber auch komplizierter. Der Finanztest hat deshalb Rentenberatungen unter die Lupe genommen. Während diesen Luft nach oben diagnostiziert wurde, ist auch das Echo zum Test kritisch.

Um den Lebensstandard im Alter halten zu können, reicht die gesetzliche Rente allein meist nicht aus. Den Vorsorgemix aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Rente für den Lebensabend zu planen, wird somit umso wichtiger und häufig zum komplizierten Unterfangen. Die Rentenberatungen, die hierbei helfen sollen, hat der Finanztest untersucht. Doch während die Ergebnisse darauf hindeuteten, dass die Beratung teils Qualität missen lassen, fällt das Echo zum Test ebenfalls eher mager aus.

Rentenberatungen auf dem Prüfstand

Im aktuellen Heft ging Finanztest (08/2017) der Frage nach, welche Unterstützung deutsche Verbraucher bei der Planung ihrer Altersvorsorge erhalten. Denn die Strategie für den Lebensabend wird zunehmend wichtiger und komplexer. Zu diesem Zweck sollten zwei Testerinnen sich von der gesetzlichen Rentenkasse, ihrer Bank und Vermittlern beraten lassen. Finanztest kam zu dem Ergebnis, dass die Qualität der Gespräche einer Lotterie gleiche. 

Erwartet wurden die Bestandsaufnahme bisheriger Ansprüche, Hochrechnungen zum Rentenbeginn in Anbetracht aller geltenden Faktoren sowie die Feststellung und Füllvorschläge von Rentenlücken. Die Testerinnen kamen schnell zu dem Ergebnis, dass nur eine gute Vorbereitung zu einem nutzbringenden Beratungsgespräch führen kann, welches dennoch kritisch hinterfragt werden muss. Um zu einem Vorsorgemix raten zu können, der im Alter ein ausreichendes Einkommen gewährleistet, müssen alle Informationen über die drei Säulen der Alters­vorsorge, mit und ohne staatliche Förderung, vorliegen.

Kritik an Beratungen – und am Test

Insgesamt gibt der Test Auskunft über Vorbereitungen und zeichnet ein mal mehr, mal weniger überzeugendes Bild der Beratungsgespräche. Als erste Anlaufstelle wird die Deutsche Rentenversicherung empfohlen ebenso wie ein Zweitgespräch, wenn Fragen offenbleiben. Die getesteten Vermittler nahmen sich zwar viel Zeit, konnten jedoch einige Fragen nicht zufriedenstellend beantworten. Auch bei den Beratungen durch die Bank waren zwar genaue Kenntnisse vorhanden, doch wurden die nicht einheitliche Beratungsqualität sowie die fehlende Konsequenz bei der Einbeziehung von Faktoren bemängelt. 

Insgesamt gab der Test breit gefächerte Tipps zum Thema Rente und Informationen zur Vorbereitung auf Beratungsgespräche. Doch das Echo zum Test fiel teils kritisch aus. Vor allem die dünne Datenbasis durch lediglich zwei Testerinnen wurde bemängelt. Auch, dass bei der Bankberatung in beiden Fällen die Deutsche Bank konsultiert wurde, führte zu kritischen Stimmen.

Weitere Meldungen im Überblick

  • Produktion gedrosselt: In den letzten fünf Monaten stieg die Produktion deutscher Unternehmen kontinuierlich. Ökonomen hatten mit weiterem Wachstum gerechnet, doch schrauben Industrie, Baubranche und Energieversorger ihre Produktion um 1,1 Prozent zurück.
  • Trinkwasser könnte teuer werden: Deutsche Wasserversorger warnen vor deutlichen Preissteigerungen beim Trinkwasser. Die hohe Nitratbelastung führe bei den Unternehmen zunehmend zu Problemen.
  • DAX zum Wochenstart munter: Der DAX zeigt zum Handelsstart ein Plus von 0,2 Prozent auf 12.319 Punkte. Für den Schub sorgte der nachlassende Euro, der am Morgen bei 1,1785 Dollar notierte.

Quellen: Test.de, t-online, Versicherungsbote

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