Renteneintrittsalter erneut verschoben

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.11.2018

Mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente zu gehen, ist bald nicht mehr realistisch. Ab 2019 verschiebt sich das Rentenalter um weitere zwei Monate. Ein gesetzliches Renteneintrittsalter von 67 zählt somit für Versicherte, die ab 1964 geboren sind.

Die Rente mit 63 verschiebt sich erneut um zwei Monate. 2019 beträgt das neue Rentenalter 63 Jahre und acht Monate für Arbeitnehmer, die 1956 geboren wurden. Abschlagsfrei in Rente gehen ist dann nur noch für wenige Arbeiter möglich. Allerdings können Arbeitnehmer trotzdem die nötigen Beitragsjahre gesammelt haben.

Abschlagsfrei mit 63 in Rente trotz weniger Beitragsjahre

Die abschlagsfreie Rente ist erst möglich, nachdem Arbeitnehmer 45 Jahre berufstätig waren und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Allerdings zählt nicht nur die reine Arbeitszeit zur Berufstätigkeit dazu. Auch ein freiwilliges soziales Jahr oder die unentgeltliche Pflege eines Angehörigen kann angerechnet werden. Auch, wenn Arbeitnehmer ein Kind bis zum zehnten Lebensjahr erzogen haben, werden ihnen diese Jahre angerechnet.

Hinzu kommen außerdem Minijobs, in denen sie Beiträge gezahlt haben, sowie Zeiten, in denen sie Arbeitslosengeld I, Kurzarbeiter-, Insolvenz- oder Schlechtwettergeld erhalten haben. Haben Arbeitnehmer mindestens 18 Jahre lang ihre Pflichtbeiträge in die gesetzliche Krankenkasse eingezahlt, profitieren sie ebenfalls von der Rente mit 63. Mit der Rentenformel kann der auszuzahlende Betrag näherungsweise selbst berechnet und die Neuerungen mit eingeplant werden.

Bei verfrühtem Renteneintrittsalter mit 63 drohen Abzüge

Wer trotzdem mit 63 Jahren in Rente gehen möchte, obwohl er keine 45 Beitragsjahre vorweisen kann, muss mit Abzügen von der Rente rechnen. Voraussetzung ist, dass Arbeitnehmer 35 Beitragsjahre vorweisen können. Pro Monat, den sie eher in Rente gehen, belaufen sich die Abzüge auf 0,3 Prozent. Gehen Arbeitnehmer also mit 63 Jahren in Rente, obwohl ihr Rentenalter eigentlich 63 Jahre und zehn Monate beträgt, werden ihnen insgesamt drei Prozent weniger Rente rechnen. Bei einer monatlichen Rente von 1.400 Euro wären das 42 Euro pro Monat beziehungsweise 504 Euro pro Jahr.

Quelle: focus.de

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