Rentenlücke für junge Menschen offenbar kein Thema

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.10.2016

Ein Großteil der Bundesbürger befürchtet eine Rentenlücke und hegt starke Zweifel an einer ausreichenden Altersabsicherung durch die gesetzliche Rente. Doch es gibt zwei Gruppen, die meinen, ihre gesetzlichen Bezüge würden im Alter schon ausreichen. Erstaunlicherweise sind es gerade die Jüngeren, deren Rente derzeit noch alles andere als sicher ist, die keine Angst vor einer Rentenlücke haben.

Die aktuelle Diskussion um das Absinken des Rentenniveaus geht an den jüngeren Bundesbürgern offenbar spurlos vorbei. Eine drohende Rentenlücke ist für sie offenbar vielfach kein Thema, wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Postbank zeigt.

Rentenlücke bereits heute keine Seltenheit

Demnach sind es vor allem die älteren Bundesbürger jenseits der 60 und die sehr jungen, die davon ausgehen, mit ihrer gesetzlichen Rente ein auskömmliches Leben führen zu können. Bei den über 60-Jährigen mag diese Zuversicht angesichts der zeitlichen Nähe zum Renteneintritt noch nachvollziehbar sein. Die Höhe ihrer gesetzlichen Rente orientiert sich immerhin am aktuell gültigen Rentenniveau von 47,8 Prozent des Durchschnittslohns. Und selbst damit droht vielen Ruheständlern in spe schon eine Rentenlücke. Wie sich das Rentenniveau nach 2030 entwickeln wird, ist noch völlig offen. Daher ist der Optimismus der befragten 16- bis 29-Jährigen – knapp ein Viertel von ihnen glaubt, dass ihre gesetzliche Rente zum Leben ausreichen wird – kaum nachvollziehbar. Die Verfasser der Studie führen diese Zuversicht auf einen schlechten Informationsstand und mangelndes Interesse in dieser Altersgruppe zurück.

Beinahe zwei Drittel der Jüngeren verlassen sich auf gesetzliche Rente

Tatsächlich geben überproportional viele 16- bis 29-Jährige an, sich noch nicht mit dem Thema Altersvorsorge auseinandergesetzt zu haben. Verständlich, da die Themen Rentenlücke und Altersarmut für sie in deutlich weiterer Ferne liegen als für die anderen Altersgruppen. Daher ist ihnen offenbar auch nicht bewusst, dass das Auskommen im Alter umso besser sein wird, je früher mit der privaten Vorsorge begonnen wird. Aktuell verlassen sich immerhin 63 Prozent allein auf die gesetzliche Rente und sorgen nicht privat fürs Alter vor. 

Quelle: Postbank

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