Fahren mit Saisonkennzeichen: Was im Winter beachtet werden muss

Zuletzt aktualisiert am 22.10.2018

Mit einem Saisonkennzeichen lassen sich die Versicherungsbeiträge für Wohnmobile oder Motorräder deutlich senken. Damit einher geht jedoch auch die Pflicht, das betroffene Fahrzeug außerhalb der Saison stehen zu lassen; das ist nur auf dem eigenen Grundstück zulässig.

Wer sein Fahrzeug im Winter nicht fahren darf und dennoch zu einer Spritztour aufbricht, riskiert drastische Konsequenzen. Dasselbe gilt, wenn es auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt wird. Besser, es wird vorab wintertauglich gemacht und in der eigenen Garage bis zum nächsten Sommer abgestellt.

Saisonkennzeichen für Motorräder, Wohnmobile und Cabriolets

Ein Saisonkennzeichen ist für viele Fahrzeugarten sinnvoll. Beispielsweise, wenn ein Cabriolet oder ein Wohnmobil nur im Sommer genutzt wird oder das Motorrad ausschließlich an warmen Tagen zum Einsatz kommt, bietet die saisonale Versicherung Ersparnisse. Der Nachteil: Das Fahrzeug muss außerhalb der Saison stehen gelassen werden. Und das nicht etwa irgendwo, wie jetzt der TÜV Rheinland noch einmal hervorhob. So dürfen Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen ohne Straßenzulassung nicht nur nicht gefahren, sondern auch nicht auf öffentlich zugänglichen Plätzen geparkt werden.

Wer das Motorrad auf einem öffentlichen Parkplatz abstellt, riskiert ebenso ein Bußgeld wie derjenige, der sich im Winter auf das Fahrzeug schwingt. So verlockend sonnige und warme Wintertage auch für Motorradfahrer sein mögen, sie sollten auf die kleine Spritztour verzichten. Besonders bei einem Unfall wären die Folgen gravierend. Rechtliche Konsequenzen und umfangreiche Regressansprüche durch die Versicherung sollte keine kurze Fahrt im Winter wert sein.

Günstig, aber ein halbes Jahr im „Ruhestand“

Eine saisonal gültige Versicherung ist für viele Fahrzeugführer attraktiv. Durch weniger Kilometer im Jahr sinken die Gebühren, auch die Reduzierung von einer Voll- auf eine Teilkasko bringt Ersparnisse mit sich. Das Saisonkennzeichen ist dabei anhand zweier kleiner Zahlen rechts im Nummernschild erkennbar. Die obere Zahl (z.B. „4“ für April) markiert den Saisonbeginn, die untere (z.B. „10“ für Oktober) das Saisonende.

Wird das Fahrzeug nur saisonal angemeldet, sollten die Fahrzeughalter das betroffene Fahrzeug zum Ende der Saison entsprechend winterfest machen. Dazu gehört, es gründlich zu waschen. Mit einer speziellen Politur wird der Lack geschützt und übersteht die Winterzeit souverän. Idealerweise wird das Saisonfahrzeug in einer Garage abgestellt. Im Vorfeld sollte die Batterie abgeklemmt und ausgebaut werden, da sich auch bei absolutem Stillstand mitunter Strom entladen kann.

Quelle: finanznachrichten.de

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