Schlechtere Kredite für Frauen? Tipps und Tricks für Antragsstellerinnen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.10.2018

Nicht nur Arbeitslose, Studierende und Selbstständige haben bei Krediten häufig das Nachsehen. Auch Frauen werden im Vergleich zu Männern oft benachteiligt. Höhere Zinsen oder eine niedrige Kreditsumme sind typisch. Was können Frauen tun, um die Kreditwürdigkeit zu verbessern?

Experten schlagen daher ähnliche Tricks wie bei den Risikogruppen vor: Der ausgiebige Vergleich verschiedener Kreditangebote, das Einholen von unverbindlichen Angeboten und nicht zuletzt die Angabe eines zweiten Kreditnehmers als Bürgen. Dieser muss nicht unbedingt der eigene Lebenspartner sein.

Unterschiede in Kredit- und Zinshöhe

Dass Frauen und Männern oftmals ein unterschiedlich hohes Gehalt für den gleichen Job ausgezahlt wird, ist kein Geheimnis. Überraschend dürfte hingegen sein, dass auch bei der Kreditvergabe oftmals gravierende Unterschiede bestehen. Dies bedingt sich wiederum durch das geringere Einkommen, denn es beeinflusst die Bonität, also auch die Kredithöhe und die Zinsen. Je höher das Nettoeinkommen, desto günstiger fällt das Kreditangebot aus. Im ersten Halbjahr 2018 lag das durchschnittliche Einkommen von Antragsstellerinnen bei 2.200 Euro netto, während die männlichen Kreditnehmer ein Durchschnittsgehalt von 2.700 Euro aufweisen konnten. In der Folge wurde Männern ein rund 3.300 Euro höherer Kredit gewährt als Frauen. Aber: Die Unterschiede bedingen sich auch in der Art der Anfrage. So beantragen Frauen in der Regel einen geringeren Kredit als Männer. Nicht nur die Kredit-, sondern auch die Zinshöhe variierte 2018 bislang bei Frauen und Männern. Erstere erhielten weniger häufig einen niedrigeren Zinssatz als 3,5 Prozent. Während dieser Vorteil 86 Prozent der Frauen gewährt wurde, waren es bei den Männern 89 Prozent der Antragssteller.

Tipp: Vergleichen und eigene Bonität erhöhen

Damit der gewünschte Kredit einen möglichst niedrigen Zinssatz aufweist, sollten Frauen im Vorfeld die Angebote vergleichen. Aber Achtung: Da der in Vergleichsportalen angegebene Satz gemäß der eigenen Bonität variieren kann, wird die tatsächliche Summe erst bei der konkreten Kreditanfrage ersichtlich.
Eine weitere Möglichkeit, um die Bonität zu erhöhen, ist der zweite Kreditnehmer auf dem Antragspapier. Dieser sollte über ein eigenes Einkommen verfügen, muss aber kein direkter Verwandter sein. Daher können auch alleinstehende Frauen ohne Lebenspartner zu einem Bürgen finden. Der Vorteil wäre ein niedrigerer Zinssatz, der je nach gemeinsamem Einkommen bis zu zwölf Prozent Unterschied zum allein eingeholten Angebot ausmachen kann.

Quelle: bild.de

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