Der SCHUFA Kredit-Kompass deckt auf - mehr Konditionsanfragen

Zuletzt aktualisiert am 10.07.2019

Der SCHUFA Kredit-Kompass 2019 zeigt, dass Verbraucher bei Ratenkrediten häufig besonnener vorgehen als noch im Vorjahr. Die Zuverlässigkeit der Rückzahlung ist ebenso gestiegen wie die Anzahl der Konditionsanfragen.

Diese implizieren, dass Angebote vor dem Kreditabschluss durch den Kreditnehmer sorgfältig verglichen werden. Zwar sank die Zahl der aufgenommenen Kredite im Vergleich zum Vorjahr, dafür ist die durchschnittliche Kredithöhe angestiegen.

Kredit-Rückzahlung meist vorbildlich

Der kürzlich veröffentlichte SCHUFA Kredit-Kompass des Jahres 2019 zeigt in Hinblick auf Ratenkredite größtenteils erfreuliche Zahlen. Ganze 97,9 Prozent der Kreditnehmer des vergangenen Jahres konnten ihre Schulden gemäß der vertraglichen Vereinbarung bedienen.

Vor allem im Osten Deutschlands und in der jüngeren Generation (18 bis 19 Jahre) konnte eine große Zuverlässigkeit verzeichnet werden, aber auch im Bereich der Altersgruppe 50 bis 74. In jüngster Zeit wurden allgemein deutlich mehr positive Einträge in die Schufa aufgenommen.

Daher zeigt sich, dass die Gefahr einer Überschuldung weiter abnimmt; trotz gestiegener Durchschnittshöhe eines Kredits von 11.140 Euro. Die wenigsten Negativeinträge der Schufa gab es im Ländervergleich in Bayern und Baden-Württemberg – auch besteht im Süden Deutschlands ein vergleichsweise geringeres Überschuldungsrisiko als im Norden.

Vermehrte Konditionsanfragen

Nicht nur die Rückzahlung der Kredite ist vorbildlich, auch die Vorab-Information der Verbraucher: So stieg die Zahl der unverbindlichen Konditionsanfragen zum Kreditvergleich auf über 34 Millionen – etwa 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund der vereinfachten Möglichkeit durch Internetportale wie FinanceScout24, Angebote zu vergleichen, würde diese auch häufiger in Anspruch genommen.

Obwohl die Konditionsanfragen unter anderem online erfolgen, zeigen sich die Kreditnehmer beim letztlichen Abschluss eher konservativ. So wurde der reine Online-Kreditabschluss nur bei zwei Prozent der insgesamt vergebenen Ratenkredite gewählt. Immerhin 37 Prozent entschieden sich für die Online-Beantragung des Kredits, schlossen ihn aber letztlich durch persönliches Erscheinen oder per Post ab.

In Hinblick auf die Laufzeit und die Kredithöhe gab es ebenfalls Veränderungen: Zwar sank die Anzahl der neu abgeschlossenen Kredite mit knapp 7,9 Millionen im Vergleich zum Vorjahr etwas ab; es verzeichnete sich aber mit insgesamt 18,4 Millionen laufenden Krediten ein Anstieg. Dieser betrifft auch die Laufzeit von Ratenkrediten, die sich nun auf durchschnittlich 50 Monate verlängerte.

Quelle: handelsblatt.com 

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