Selbstständige als Top- und Flopverdiener

Zuletzt aktualisiert am 11.09.2019

38.700 Euro im Jahr: So viel verdienen Selbstständige und Freiberufler laut Lohn- und Einkommensstatistik im Durchschnitt. Sechsstellige Jahresgehälter sind dabei je nach Branche ebenso möglich wie ein Gehalt, das maximal für einen Nebenberuf in Ordnung ist.

Topverdiener unter den Selbstständigen sind beispielsweise Notare und Patentanwälte, Schlusslichter bilden hingegen freie Lehrberufe in Sport, Freizeit und Kultur.

Top-Jobs: Notare und Patentanwälte

Millionen von echten Steuererklärungen offenbaren jetzt im Rahmen der Lohn- und Einkommensstatistik die Einkommensverhältnisse des Jahres 2015. Wer sich selbstständig machen möchte, sollte nun aufhorchen: Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik verraten, dass Selbstständige in Deutschland sowohl zu den Top- als auch den Flopverdienern gehören können. So wird in vielen Branchen, in denen Selbstständigkeit möglich ist, ein sechsstelliges Jahresgehalt erzielt.

Zu den Glücklichen zählen Notare mit 356.120 Euro, Patentanwälte mit 166.786 Euro oder Zahnärzte mit 160.010 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Gehalt jeweils stark an. Notare verdienten 2014 noch 322.048 Euro, Patentanwälte 157.919 Euro und Zahnärzte 156.749 Euro. Auf Platz vier liegt mit 147.778 Euro jährlich außerdem ein Beruf, der kein vorhergehendes Studium erfordert: Das genannte Jahresgehalt verdienen selbstständige Lotsen.

In manchen Branchen 9.957 Euro im Jahr

Die Schlusslichter und damit „Flopverdiener“ unter den Freiberuflern bilden selbstständige Lehrkräfte für Kulturunterricht sowie Sport- und Freizeitangebote. Mit 9.957 Euro im Jahr sank ihr Gehalt sogar noch etwas im Vergleich zum Vorjahr, in dem es 9.972 Euro betrug. Ebenfalls schlecht stehen sonstige künstlerische Berufe und Lehrtätigkeiten auf freiberuflicher Basis da: Sie verdienten 2015 nur 10.457 Euro (Künstler) oder 11.525 Euro (Lehrtätigkeiten). Der Gesamtdurchschnitt der Freiberufler liegt laut Statistik bei 38.700 Euro.

Auffällig sind Kluften innerhalb der Branchen, etwa in der Architektur oder in den Heilberufen. Beispielsweise erzielten Architekten 45.000 Euro im Jahr, während Vermessungsingenieure auf ganze 70.000 Euro kamen. Psychotherapeuten erreichten in der Heilbranche laut Statistik ein Jahresgehalt von 38.800 Euro und lagen damit mehr als doppelt so hoch wie die Heilpraktiker mit nur 15.900 Euro. Auch schnitten im Vergleich zur Festanstellung nicht alle Freiberufler besser ab; während selbstständige Steuerberater (wahrscheinlich mit eigener Kanzlei) mehr verdienen als ihre angestellten Kollegen, erscheint es bei Unternehmensberatern genau umgekehrt.

Quelle: focus.de

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