Senioren zahlen bei Kfz-Versicherung drauf

Zuletzt aktualisiert am 23.11.2019

Bereits ab dem 60. Lebensjahr müssen Autofahrer für die Versicherung deutlich tiefer in die Tasche greifen. Zwar sind die Aufschläge zunächst gering, steigen aber mit dem Alter drastisch an.

Teilweise ist mehr als der doppelte Betrag als für einen 50-Jährigen möglich. Die Erklärung ist allerdings nachvollziehbar; so verursachen ältere Kfz-Fahrer laut Statistik der BaFin häufiger Unfälle mit Haftpflichtschaden. Tricks zum Sparen gibt es dennoch.

Bis zu 106 Prozent Zuschlag für Senioren

Je älter ein Autofahrer wird, desto höher sind seine Beiträge für die Kfz-Versicherung. Hauptgrund: das höhere Risiko. So zeigt eine Statistik der BaFin, dass im Jahr 2017 9,8 Prozent der Fahrer ab 82 Jahren einen Haftpflichtschaden meldeten.

Die Fahrer der Altersgruppe 42 bis 62 war nur zu 5,1 Prozent betroffen. Das bekommen alle älteren Versicherten durch hohe Gebühren in der Versicherung zu spüren. 

So sind beispielsweise bei einem Vollkasko-Tarif für einen dreijährigen Golf VII 1.4 TSI Aufschläge von bis zu 106 Prozent denkbar, wenn der Versicherte älter als 50 Jahre ist. 106 Prozent Aufschlag zahlt ein 85-Jähriger hier für die gleiche Leistung. Immerhin 93 Prozent Aufschlag sind es für einen 80-Jährigen und 60 Prozent für einen 75-Jährigen.

Ein geringer Zuschlag von fünf Prozent ergab sich bei den 60-jährigen Versichern. Das zeigt eine Auswertung des Portals Verivox.

Tipp: Auto auf Familienmitglied ummelden

Noch eine schlechte Nachricht für ältere Autofahrer: Durch einen hohen Schadenfreiheitsrabatt, der durch viele unfallfreie Jahre gewährt wird, können die höheren Preise meistens nicht ausgeglichen werden.

So zahlt sich die unfallfreie Zeit zumindest auf der Rechnung nicht wirklich aus. Eventuell lohnenswert sind nur jene Tarife, die für maximal 50 Jahre ohne Schaden einen Bonus gewähren.

Tricksen können die Versicherten, indem sie ihr Auto und/oder die Versicherung auf ein jüngeres Familienmitglied zulassen. Vorteil: Ein hoher Schadenfreiheitsrabatt wird dabei übertragen, geht also nicht verloren. Wichtig ist aber, den eigentlichen Fahrer auch als solchen anzugeben.

Wie teuer die Versicherung dabei wird, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Ist die eigene Versicherung eher hoch angesiedelt, bleibt noch bis zum 30. November Zeit, diese zu kündigen.

Quelle: focus.de

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