Sinkendes Rentenniveau heißt nicht zwingend weniger Rente

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.01.2017

Viele Bürger haben Angst vor sinkender Rente, da immer wieder Meldungen veröffentlicht werden, die das sinkende Rentenniveau als Risiko darstellen. Experten sagen nun, dass das sinkende Rentenniveau nicht zwangsläufig bedeutet, dass sich die ausgezahlte Summe für Rentner ändert. Das Rentenniveau bezieht sich nämlich auf die Relation der Rente zum Durchschnittseinkommen der letzten 45 Jahre. In der finalen Berechnung entstehen dadurch Unterschiede.

Nachrichten über das sinkende Rentenniveau sorgen häufig für Zukunftsängste bei deutschen Arbeitnehmern. Experten machen darauf aufmerksam, dass das Rentenniveau nicht mit der Höhe der Rente gleichzusetzen ist. In der vergangenen Woche machten Rentenpläne der Arbeitsministerin die Runde, in welchen davor gewarnt wurde, dass das Rentenniveau bis 2030 von 48 Prozent auf 43 Prozent sinken könnte. Allerdings muss das langfristig nicht bedeuten, dass Rentnern ab dann weniger Geld zur Verfügung steht.

Das sagt das Rentenniveau wirklich aus

Das Rentenniveau ist ein Indikator dafür, wie hoch die Rente in Relation zu dem über 45 Jahre verdienten Durchschnittseinkommen ist. Damit stellt das Rentenniveau ein prozentuales Verhältnis dar und ist kein Wert in Euro oder Cent. Die am Ende ausgezahlte Rente ist damit abhängig von dem eigenen Verdienst und auch maßgeblich von der Entwicklung der Löhne. Damit würde die Entwicklung nicht bedeuten, dass die letztendlich ausgezahlte Rente geringer wird.

Laut den Experten wachsen die Löhne momentan schneller als die Verbraucherpreise. Aus diesem Grund bleibt die Kaufkraft, welche die Rentner durch die ausgezahlte Rente erhalten, mindestens die Gleiche - oder kann sogar weiter steigen. Außerdem gibt es eine Schutzklausel im Sozialgesetzbuch, die Rentenkürzungen verbietet. Der schlimmste Fall wäre ein Jahr ohne Erhöhungen, was es bereits von 2004 bis 2006 gab. Außerdem wurde die Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre angehoben, der Rentenbeitrag wird aber immer noch mit 45 Beitragsjahren berechnet. Dadurch entsteht ein Überschuss von zwei Jahren, der den Durchschnitt anhebt.

Altersarmut nicht so hoch wie erwartet

Experten geben außerdem Entwarnung bei der Anzahl der von Altersarmut betroffenen Rentner. Es würde zwar einen Anstieg geben, die Anzahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter wird im Jahre 2029 aber nur bei knapp über fünf Prozent liegen.

Quelle: Focus Online

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