Skimming: Mehr Betrugsfälle in Deutschland

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.12.2016

Dieses Jahr haben Betrüger öfter als im Vorjahr mit dem sogenannten Skimming Geldautomaten manipuliert. Besonders häufig geschah diese Form des Datendiebstahls in Berlin. Der durch die Geldautomatenmanipulation entstandene Gesamtschaden fiel in diesem Jahr allerdings geringer aus als 2015.

Im Jahr 2016 kam es in Deutschland häufiger zu Datendiebstahl durch sogenanntes Skimming als im Vorjahr. Dabei manipulieren Kriminelle einen Geldautomaten, um die Daten der Bankkunden auszuspionieren und später Geld von ihrem Girokonto abzuheben oder auf ihre Kosten einzukaufen.

Mehr Fälle von Datendiebstahl – besonders in Berlin

Besonders häufig kam es in Berlin zu Skimming-Fällen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) mit Bezug auf Daten von Euro Kartensysteme berichtet: Bis Ende November gab es bundesweit an 153 Geldautomaten Fälle von Datendiebstahl – davon befanden sich 108 in Berlin. Auf dem zweiten Rang der Bundesländer landet Hamburg mit 15 Fällen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit sieben manipulierten Geldautomaten und Hessen mit sechs.

Im Vergleich zum Vorjahr ist außerdem die Gesamtzahl der Skimming-Attacken fast um ein Drittel angestiegen. Ein Grund für die auffällige Häufung in Berlin ist möglicherweise die räumliche die Nähe zu Osteuropa: Der „FAZ“ zufolge würden viele Täter aus Ländern wie Rumänien und Bulgarien stammen.

Durch Skimming verursachte Schadenshöhe wird geringer

Trotzdem gibt es auch eine gute Nachricht: Die Höhe der durch Skimming entstandenen Schäden ist in diesem Jahr geringer ausgefallen als 2015. Der Bruttoschaden belief sich im Vorjahr noch auf 2,7 Millionen Euro – bis November dieses Jahres waren es dagegen nur 1,6 Millionen Euro. Wie die „FAZ“ informiert, müssen betroffene Bankkunden den Schaden nicht selbst tragen. Es kommt das jeweilige Kreditinstitut dafür auf.

Der Grund dafür, dass der Datendiebstahl mittlerweile weniger erfolgreich ist, sind die Chips, die sich zusätzlich zum Magnetstreifen auf deutschen Bankkarten befinden und die Sicherheit erhöhen. Deshalb nutzen die Betrüger ihre Kartendubletten vor allem in Ländern, in denen dieser Chip noch nicht eingesetzt wird, zum Beispiel in den USA.

Skimming meist nur schwer zu erkennen

Für betroffene Bankkunden ist ein solcher Datendiebstahl in der Regel nur schwer festzustellen, weil die Kriminellen meist ausgefeilte Techniken verwenden. Um an die Kartendaten zu kommen, setzen sie kleine Geräte auf den Kartenschlitz eines Geldautomaten auf und lesen so den Magnetstreifen aus. Diese Daten können sie später auf eine Dublette übertragen. Mit Kameras wird zudem während der Eingabe die PIN ausgespäht.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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