Zukunftsmusik: Modernes Wohnen für Senioren

Zuletzt aktualisiert am 15.03.2019

Smart Home für Senioren bringt Barrierefreiheit, Sicherheit und Komfort. Während Haushaltsroboter lästige Pflichten abnehmen, sorgt ein Notfallknopf für die mitunter lebensrettende Benachrichtigung. Doch auch Sicherheitsrisiken sind vorhanden.

So bietet das intelligent vernetzte Zuhause Angriffspotenziale für Hacker, die beispielsweise die Anwesenheit des Seniors im Zuhause überwachen oder auf sensible Daten zugreifen können. Aktuell forscht ein Team der Hochschule Kempten, was im seniorengerechten Smart Home sinnvoll und möglich ist.

Komfortable Mechanismen im Smart Home

Die Bevölkerung wird immer älter, der Fachkräftemangel in der Pflege weitet sich aus. Grund genug, sich vorzeitig Gedanken über die Lebenssituation im Alter zu machen. Daher testen Studierende und Ingenieure nun im Auftrag der Hochschule Kempten, was im Smart Home speziell für Senioren sinnvoll und möglich ist. Die extra für diesen Zweck angemietete Wohnung in einer Seniorenanlage verfügt bereits über diverse, technische Innovationen.

Ein Saugroboter und eine höhenverstellbare Küche sind dabei noch das Gewöhnlichste der Seniorenunterkunft. In der gesamten Wohnung herrscht Barrierefreiheit und Komfort. Die Toilette öffnet sich automatisch, wenn sich der Bewohner nähert. Hinzu kommt ein effektives Reinigungssystem aus Wasserstrahl und Föhn, das sowohl Toilettenpapier als auch die Hilfe Dritter bei der Hygiene überflüssig macht.

Sensible Daten landen in einer Cloud

Auch der Kühlschrank soll immer gut gefüllt sein. So ist ein intelligentes Bestellsystem dafür verantwortlich, dass fehlende Speisen automatisch nachgeordert werden. In Sachen Gesundheit punktet indes ein Notfallsystem mit Bewegungssensoren: Liegt der Bewohner für eine zuvor festgelegte Zeit regungslos auf dem Boden, wird ein Notfallknopf aktiviert, der wahlweise einen Bekannten, Nachbarn oder direkt die Rettungsstelle benachrichtigt. Abgerundet wird die medizinische Sicherheit durch die Messung von Werten wie dem Blutzucker, welche über eine Armstütze im Badezimmer erfolgt.

Die mögliche Bequemlichkeit hat aber einen Preis: Sämtliche Daten, die gemessen werden, speichert eine Cloud im Internet. Das ist eine mögliche Angriffsfläche für Hacker, die es auf medizinische Informationen abgesehen haben. Auch das Einhacken in Sicherheitssysteme oder das hauseigene WLAN, um zu überwachen, wann der Bewohner zuhause ist, sind potenzielle Gefahren. IT-Experten wollen diese so gering wie möglich halten.

Quelle: sueddeutsche.de

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