Smartphone-Zahlung wenig beliebt

Zuletzt aktualisiert am 21.10.2019

Das Handy zücken und mal eben den aktuellen Einkauf bezahlen? Klingt einfach, wird von den meisten Deutschen aber abgelehnt. Das zeigt eine aktuelle Studie der PwC Strategy, die 2.500 Bürger in zehn europäischen Ländern befragte.

Während Deutschland mit großen Vorbehalten gegenüber der Smartphone-Zahlung das Schlusslicht bildet, sind die Schweden deutlich interessierter. So nutzte im Jahr 2018 ein Drittel der Bürger die Methode. Skepsis herrscht aber auch hier in Bezug auf persönliche Daten.

Fünf Prozent zahlen in Deutschland mit dem Handy

Die bargeldlosen Zahlmöglichkeiten werden immer vielfältiger – und doch stoßen nicht alle auf Anklang. Gerade die deutschen Bürger zeigen sich skeptisch. Wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung PwC Strategy& zeigt, haben hierzulande im Jahr 2018 nur rund fünf Prozent die Zahlung per Handy, das so genannte Mobile Payment, gewählt. Damit bilden sie das Schlusslicht unter allen zehn Ländern Europas, die zur Befragung herangezogen wurden.

Ein Hauptgrund für die Ablehnung ist die Sorge vor Datenklau und der Übermittlung persönlicher Informationen an die Finanzdienstleister. Über zwei Drittel der befragten Deutschen wollten ihre Daten lieber privat halten und mit keinem Finanzservice teilen. Ebenso erging es drei Vierteln der Franzosen, die in der Studie befragt wurden. Von den Schweden sind hingegen nur acht Prozent dazu bereit, IT-Konzernen wie Apple oder Google persönliche Daten zu übermitteln.

Misstrauen siegt vor Bequemlichkeit

Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 2.500 Menschen in zehn verschiedenen Ländern Europas hinsichtlich der Zahlung mit dem Handy befragt. In anderen Ländern schneidet die Smartphone-Zahlung deutlich besser ab als in Deutschland; beispielsweise wählte in Schweden, Spitzenreiter der Studie, ein Drittel der Bewohner diese Möglichkeit. Trotzdem bleibt das Misstrauen bestehen. Zwar sollen mobile Zahlungsoptionen künftig mehr und mehr das Bargeld ersetzen; doch sehen 58 Prozent der Deutschen laut Studie auch in Zukunft keinen Anlass dafür, bevorzugt die Zahlung per Smartphone zu wählen.

Der Aspekt der Bequemlichkeit und schnelleren Zahlungsmöglichkeit, den Finanzdienstleister und Unternehmensberater hervorheben, rückt aus Angst vor der Datenübermittlung schnell in den Hintergrund. Auch fehlt noch ein flächenübergreifendes System in Europa, da derzeit länderspezifisch andere Systeme für die bargeldlose Bezahlung greifen.

Quelle: heise.de

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