Nach TAN-Liste - Auch SMS-TAN wird teilweise abgeschafft

Zuletzt aktualisiert am 15.07.2019

Nicht nur die TAN-Liste auf Papier, auch die SMS-TAN muss bei einigen Bankinstituten bald dran glauben: Ab September gibt es neue Verfahren, die das Online-Banking sicherer machen sollen. Für einige Kunden bedeutet das erst einmal Kosten.

Ziel der Umstellung ist einerseits die erhöhte Sicherheit im Online-Banking, andererseits handelt es sich aber auch um eine Kostenfrage für die Bank. Die Gebühren für die SMS-TAN könnten aufgrund einer weiteren Anpassung für Banken in die Höhe schnellen.

SMS-TAN auf der Abschussliste

Die Papier-TAN-Liste wird zum September endgültig für alle Banken abgeschafft. Einige Geldinstitute gehen aber noch weiter: Auch die SMS-TAN ist dann für diese Banken kein Thema mehr. Das betrifft voraussichtlich die Volks- und Raiffeisenbanken, die Consorsbank, einige Sparkassen wie die Berliner Sparkasse und die Postbank. Letztere hat mit dem 11. August sogar bereits ein konkretes Datum für die Abschaffung genannt.

Die Alternative für betroffene Kunden sind auf Apps basierende Sicherheitsverfahren, die per Smartphone umgesetzt werden müssen. Kunden ohne ein entsprechendes Gerät müssen daher bei Banken, die sowohl die Papierliste als auch die SMS-TAN abschaffen, den kostenpflichtigen TAN-Generator erwerben. Dieser kostet einmalig etwa zehn bis 30 Euro je nach Modell.

Mehr Sicherheit schaffen

Grund für die Abschaffung sind in erster Linie höhere Sicherheitsstandards. Vor allem die Papierliste gilt als Risiko, da sie an keine individuellen Zahlungen geknüpft ist. Betrüger, welche Zugriff zum Online-Banking haben und im Besitz der TAN-Liste sind, könnten daher beliebig viele Falschüberweisungen tätigen. Bei der SMS-TAN zeigt sich das Problem anders: Durch das Anfordern einer Ersatz-Simkarte könnten Betrüger hier an die wichtigen Zugangsdaten gelangen.

Doch ist die Alternative einer App wirklich sicherer? Experten empfehlen, die App für die TAN-Verfahren und die App für das eigentliche Online-Banking auf jeweils einem separaten Gerät zu bedienen. Das erfordert allerdings den Besitz von gleich zwei Smartphones. Die Banken selbst hingegen zeigen keine Bedenken, wenn beide Apps auf einem Gerät genutzt werden. Es liegt im Ermessen des Kunden, wie er in dieser Hinsicht verfährt – die SMS-TAN jedenfalls ist bald nur noch in wenigen Geldinstituten eine Option.

Quelle: handelsblatt.com

Spartipps und News:

Newsletter abonnieren & gratis PDF erhalten

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.