Snapchat geht an die Börse

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.02.2017

Der Betreiber der beliebten Foto- und Messaging-App Snapchat geht an die Börse. Snap Inc. plant eine Aktienplatzierung von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen kann mit der besonders bei Jugendlichen beliebten App weltweit 158 Millionen Nutzer verzeichnen. Mit dem Börsengang würde der Wert auf rund 23 Milliarden Euro steigen.

Fotos mit witzigen Filtern belegen und Freunden schreiben – das Konzept des Social-Media-Giganten Snapchat lockt besonders jugendliche User. Nun will das zugehörige Unternehmen Snap Inc. an die Börse und rechnet mit einer Aktien-Platzierung von etwa 2,8 Milliarden Dollar. Damit würde der Wert des Unternehmens, das weltweit rund 158 Millionen Nutzer verzeichnet, auf über 23 Milliarden Dollar anwachsen.

Das Snapchat-Phänomen

Die 2012 veröffentlichte App bot den Austausch von Bildern, Videos und Nachrichten an, die jedoch nur wenige Augenblicke für den Empfänger zu sehen sind. Mit der Ergänzung von Filtern und Zusatzfunktionen entwickelte sich Snapchat bald zum Phänomen. In den Vereinigten Staaten zählt das Unternehmen 68 Millionen tägliche Nutzer, in Europa können 52 Millionen verzeichnet werden. Mit einem Umsatz von 404 Millionen Dollar gehört Snapchat zu den erfolgreichsten Social-Media Anbietern.

Neben meist jungen Nutzern sind auch viele Konzerne in der App aktiv. Die nun bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Unterlagen legen ein langsameres Wachstum der Nutzerzahlen bei steigendem Umsatz offen. Dieser wuchs von gut 50 Millionen im Jahre 2015 auf 375 Millionen Euro im Jahre 2016 an. Dennoch gilt das Unternehmen nicht als profitabel und generierte im selben Jahr fast 480 Millionen Euro Verlust. Die Einnahmen stammen dabei fast vollständig aus der Werbeschaltung.

Verlust-Erwartung bremst Euphorie vor Börsengang

Der Börsengang der Snapchat Inc. soll nun das Geschäft weiter vorantreiben. Dennoch dürften die Verluste potenziellen Anlegern Ernüchterung bringen. Der Antrag des Unternehmens deutete zudem darauf hin, dass auch in Zukunft kein immenser Profit erwartet würde. Als Negativbeispiel gilt Facebook, das bei seinem Börsengang 2012 mit 100 Milliarden Dollar bewertet wurde. Der Aktienkurs fiel schnell um die Hälfte und erholte sich nur schwer. Snapchat peilt nun einen Börsenwert von 25 Milliarden Dollar an, wobei die Gründer 44,3 Prozent der Anteile halten werden.

Quellen: Tagesschau, FAZ, Stern

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