So bleiben kostenlose Kreditkarten wirklich kostenlos

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.02.2018

Viele Anbieter werben derzeit mit Kreditkarten, die frei von jeder Jahresgebühr sind. Allerdings sollten Verbraucher auch das Kleingedruckte der Verträge lesen. Denn auf den zweiten Blick werden Gebühren beispielsweise beim Geldabheben oder der Ausnutzung der flexiblen Teilrückzahlung der Kreditkartenabrechnung ersichtlich.

Die Jahresgebühren für Kreditkarten liegen grundsätzlich bei 20 bis 100 Euro – je nach Leistung und Anbieter. Immer mehr Banken und Kreditkartenanbieter haben aber auch kostenfreie Versionen im Angebot. In diesem Fall lohnt es sich aber, genauer hinzuschauen und die Angebote intensiv zu studieren. Denn oft fallen bei der eigentlichen Nutzung der Karten Gebühren an, die sich auf das Jahr gesehen zu recht hohen Beträgen aufsummieren.

Kreditkarte ohne Jahresgebühr eine gute Wahl

Bei so gut wie jeder (Online-)Bank können Verbraucher mittlerweile eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr buchen. Grundsätzlich seien solche Angebote für viele Kunden auch wirklich die beste Wahl, so Josefine Lietzau vom Verbraucherportal Finanztipp: „Also in der Regel sind Kreditkarten ohne Jahresgebühr für Verbraucher die beste Lösung. Das gilt besonders dann, wenn die restlichen Konditionen, die bei so einer Kreditkarte vorkommen, wie beim Abheben oder beim Bezahlen im Ausland, auch noch niedrig sind oder sogar ganz wegfallen.“

Wichtig sei es aber, sich genau mit den Angeboten der Banken zu befassen. Denn wirklich kostenfrei sind längst nicht alle Kreditkarten – so hat es die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen einer Untersuchung von zehn verschiedenen Karten ohne Jahresgebühr herausgefunden. Georg Trype, Verbraucherschützer in NRW, warnt daher: „Jahresgebühr, das mag vielleicht richtig sein, dass die entfällt, aber beim Einsatz der Karte, da kann es eben doch zu Kosten kommen und die sind je nach Art des Einsatzes ziemlich heftig.“

Gebühren beim Geld abheben beachten

Besonders hoch fielen die Gebühren im Test bei Bargeldverfügungen aus. Das gilt vor allem für Abhebungen in Deutschland, im Euro-Ausland sind die Karten bei den meisten Anbietern kostenfrei einsetzbar. Teurer wird es hingegen, wenn Fremdwährungen abgehoben werden sollen. Für Verbraucher lohnt sich hier in jedem Fall ein Kreditkarten-Vergleich – immer vor dem Hintergrund der individuell geplanten Nutzung.

Quelle: deutschlandfunk.de

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