So finden Arbeitnehmer die passende Altersvorsorge

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.02.2018

Jeder sechste Erwerbstätige in Deutschland sorgt nicht privat für das Alter vor. Auch wenn es um Riester, Rürup und Betriebsrente viele kontroverse Diskussionen gibt, so ist das Nichtstun doch die schlechteste Wahl. Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund der steigenden Altersarmut. Für Angestellte lohnt sich vor allem die betriebliche Altersvorsorge beziehungsweise das Sparen über Vermögenswirksame Leistungen (VL). Und auch die viel kritisierten Riester-Verträge können attraktive Renditen abwerfen.

Bis zu 175 Euro extra gibt es vom Staat, wenn Arbeitnehmer oder Selbstständige privat über Riester-Verträge für das Alter vorsorgen. Schon allein deshalb kann sich die Vorsorge lohnen, die mittlerweile nicht mehr nur über klassische Banksparpläne, sondern auch mit kostengünstigen und renditestarken Fonds möglich ist. Zudem sollten Arbeitnehmer das Thema Altersvorsorge auch bei ihrem Chef ansprechen. Denn bei neuen Verträge für VL muss der Arbeitgeber seit diesem Jahr mindestens 15 Prozent dazugeben.

Vorsorge über den Betrieb

Die betriebliche Altersvorsorge ist praktisch für alle Arbeitnehmer eine interessante Möglichkeit, um für das Alter zu sparen. Hier wird vereinbartes Gehalt entweder in klassischen Banksparplänen oder in den gewinnbringenderen Aktiensparplänen angelegt. Seit diesem Jahr muss der Arbeitgeber dabei sogar 15 Prozent des Sparbeitrags (max. 40 Euro) hinzugeben. Steuerlich interessant ist das Modell, weil Sparer auf die Einlagen weder Einkommenssteuer und Sozialversicherungsbeiträge zahlen – die fallen erst im Alter an, wenn das Kapital ausbezahlt wird.

Darüber hinaus können Arbeitnehmer – und auch Selbstständige – per Riester-Rente vorsorgen. Hier würden sich laut dem Verbraucherportal Finanztip insbesondere solche Verträge empfehlen, die an ETF-Sparpläne gebunden seien. Zwar sind solche Indexfonds durchaus von Wertschwankungen betroffen, diese können aber auf lange Sicht einfach ausgesessen werden. Lukrativ sind die Pläne zudem, weil es pro Sparer 175 Euro und zusätzlich bis zu 300 Euro pro Kind als staatlichen Zuschuss geben kann.

Besser jetzt als später

Unabhängig vom gewählten Sparprodukt gilt immer: Arbeitnehmer sollten besser heute als morgen mit dem Sparen anfangen. Denn durch den Zinseszinseffekt wächst das aufgebaute Vermögen exponentiell, also immer stärker. Schon „Wartezeiten“ von drei bis fünf Jahren können am Ende zehntausende Euro an Vorsorgevermögen kosten.

Quelle: Spiegel

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