So schnell ist die neue Blitzüberweisung der Sparkassen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.07.2018

Schon seit einigen Jahren wundern sich Verbraucher, warum Überweisungen innerhalb des Landes teilweise ein bis zwei Werktage Bearbeitungszeit benötigen. Für Millionen Sparkassenkunden soll sich das jetzt ändern. Denn die Gruppe hat die sogenannte Blitzüberweisung eingeführt. Für Beträge bis zu 15.000 Euro soll es möglich sein, Geld innerhalb von nur rund 20 Sekunden zu überweisen. Der Empfänger sieht dann direkt einen entsprechenden Zahlungseingang.

Die neuen Echtzeitzahlungen funktionieren jedoch nur, wenn die Bank des Zahlungsempfängers ebenfalls am System teilnimmt. Zudem können für die Instant-Payments unter Umständen Gebühren anfallen – das ist jedoch von Sparkasse zu Sparkasse unterschiedlich. Bis zu 60 Cent kostet der Dienst beispielsweise bei der Sparkasse Köln Bonn für einige Privatkunden. Wem das zu viel ist, der kann aber auch in Zukunft weiterhin die „normale“ Standardüberweisung nutzen.

Vorteile von Echtzeitüberweisungen

„Der große Vorteil bei Instant Payments ist: Anders als bei einer Papierüberweisung oder einer herkömmlichen Online-Überweisung weiß man direkt, ob das Geld angekommen ist. Denn die empfangende Bank muss eine Bestätigung ausstellen“, erklärt Ernst Stahl von der Universität Regensburg. Wer beispielsweise sein altes Auto privat verkauft, musste bisher immer das Risiko einkalkulieren, dass der Verkäufer nicht zahlt. Per Echtzeitzahlung kann dieses Restrisiko komplett ausgeschlossen werden.

Auch beim Online-Versandhandel ergeben sich Vorteile. Denn je schneller der Händler das Geld bekommt, desto schneller kann auch die Ware selbst verschickt werden. Darin sieht Experte Stahl auch großes Potenzial für Firmen. So könnte ein Spediteur bei einer Warenlieferung ins Ausland erst die Bezahlung fordern, bevor der Lastwagen ausgeladen wird.

Diese Banken nehmen am System teil

Vorreiter der Blitzüberweisung in Deutschland war die HypoVereinsbank. Vom 10. Juli an sind dann auch die Kunden der Sparkassen an der Reihe. Gedulden müssen sich hingegen noch Inhaber von Girokonten bei der Deutschen Bank, die den Dienst erst ab November einführen wird. Noch etwas länger brauchen die Volks- und Raiffeisenbanken, die den Start für das erste Halbjahr 2019 geplant haben. Bei der Commerzbank steht hingegen noch kein Termin fest.

Quelle: Focus

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