So sparen Arbeitnehmer Steuern bei Umzug

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.04.2018

Wer bei der Suche nach einem neuen Job grundsätzlich mobil ist, der hat die größere Auswahl. Ein deutlicher Nachteil: Finden Arbeitnehmer einen neuen Arbeitgeber am anderen Ende der Republik, dann sehen sie ihre Familie häufig nur am Wochenende. Doch unter bestimmten Umständen ist es zumindest möglich, zwei Haushalte zu führen. Dadurch ergeben sich steuerliche Vorteile, die pro Jahr einige tausend Euro ausmachen können.

Unterhalten Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz eine Zweitwohnung, so lassen sich die Aufwendungen für die Miete, aber auch für Umzüge oder Renovierungen sowie Heimfahrten von der Steuer absetzen. Je nach individuellem Steuersatz können Arbeitnehmer so mehrere tausend Euro pro Jahr sparen.

Maximal 1.000 Euro pro Monat abziehbar

Grundsätzlich können Arbeitnehmer sogenannte Werbungskosten, die für die Ausübung ihres Jobs anfallen, von der Steuer absetzen. Dazu gehören auch solche Aufwendungen, die für die „doppelte Haushaltsführung“ anfallen. Wer beispielsweise seinen Hauptwohnsitz in Hamburg hat, unter der Woche aber in München wohnt, der kann die Miete für die Zweitwohnung von der Steuer absetzen. Allerdings gilt das nur für nachgewiesene Kosten, die einen Betrag von 1.000 Euro pro Monat nicht übersteigen. Die Größe der Wohnung spielt hierbei keine Rolle. Zusätzlich dazu können Kosten für notwendige Einrichtungsgegenstände in der Steuererklärung angegeben werden. Diese Aufwendungen gehören explizit nicht zu der monatlichen Höchstgrenze von 1.000 Euro, sondern werden separat im jeweiligen Anschaffungsjahr berechnet. Darüber hinaus können Beschäftigte weitere Kosten steuerlich geltend machen. So akzeptiert der Fiskus pauschal 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer zwischen Erst- und Zweitwohnung beziehungsweise die Ticketpreise für öffentliche Verkehrsmittel. Auch der eigentliche Umzug ist absetzbar: Nachgewiesene Aufwendungen für Transport und Reisekosten am Umzugstag können abgesetzt werden.

Kosten müssen nachgewiesen werden

Zwar existieren teilweise Pauschalen, die der Fiskus für steuerliche Abzüge ansetzt, doch die sind immer nur dann nutzbar, wenn tatsächlich Kosten angefallen sind. Im Zweifelsfall müssen Arbeitnehmer auf Nachfrage des zuständigen Finanzamts immer Belege für die Aufwendungen vorlegen können. Insofern gilt: Nur das angeben, was auch wirklich angefallen ist.

Quellen: Deutschlandfunk, Focus

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