So viel ihres Einkommens zahlen die Deutschen fürs Wohnen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.09.2017

Laut einer Erhebung des Portals ImmobilienScout24 wird erneut bestätigt, was Experten schon lange sehen: Besonders in Städten steigen die Mieten immer weiter. Das Portal hat untersucht, wie die Immobilienkosten im Vergleich zum Einkommen gestiegen sind. Dabei wird festgestellt, dass besonders in Städten ein Drittel des Einkommens fürs Wohnen gezahlt wird. Ganz vorne liegen dabei Städte in Süddeutschland und Universitätsstädte.

Vor allem in den Städten steigen die Mieten – das zeigt eine neue Analyse von ImmobilienScout24. Besonders in Ballungsräumen und Metropolen zahlen die Bewohner viel und die Wohnkosten nehmen weiter zu. Der Fokus der Analyse lag dabei nicht nur auf den Mieten und Kaufpreisen, sondern auf dem Verhältnis dieser zu dem durchschnittlichen Einkommen der Bürger. Hier wird schnell klar: Wohnen wird rasant teurer, während die Kaufkraft nur langsam steigt.

Besonders Süddeutschland und Uni-Städte betroffen

Der Anstieg der Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen zeigt: Die Deutschen geben immer noch einen Großteil fürs Wohnen aus. In Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg sowie den Metropolen ziehen die Preise besonders an, doch auch mittelgroße Städte im Rest von Deutschland fallen auf. Mainz, Trier oder Kiel steigen ebenfalls an, obwohl es sich dabei nicht um Metropolen handelt. Beeinflusst werden diese Daten auch davon, dass in strukturschwachen Regionen die Gehälter oft niedriger sind als in Großstädten.

Uni-Städte landen im Ranking generell sehr weit oben. Laut den Leitern der Studie liegt dies allerdings nicht zwingend an den steigenden Mieten, sondern auch an dem generell niedrigen Einkommen von Studenten. Der höchste Wert wurde in München erreicht: Hier stiegen die Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen um glatte fünf Prozent. Die teuerste Stadt gemessen am Wohnkostenanteil ist Freiburg im Breisgau. In der baden-württembergischen Großstadt zahlen die Einwohner durchschnittlich 31,4 Prozent fürs Wohnen. Die günstigste Stadt ist hingegen Pirmasens in Rheinland-Pfalz, wo die Bewohner nur 10,8 Prozent ihres Gehalts für Wohnkosten aufbringen müssen.

Von alten Mietverträgen in Innenstädten wird profitiert

Die erhobenen Daten beziehen sich ausschließlich auf Neuvermietungen. Zur Basis wird eine 30 Jahre alte Referenzwohnung mit drei Zimmern und 80 Quadratmetern mit mittlerer Ausstattung genutzt. Das bedeutet natürlich, dass die Daten nur auf Personen anwendbar sind, die gerade umziehen. Bestehende Mietverträge können besonders günstig sein. Vor allem von unbefristeten Mietverträgen in Innenstädten profitieren Mieter. Die Politik versucht deshalb, mit Wohngeld und Mietpreisbremsen gegen die steigenden Mieten anzukämpfen.

Quellen: ImmobilienScout24

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