Sparbuch: Oft hohe Gebühren bei Verlust

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.10.2016

Das Sparbuch ist bei deutschen Bankkunden immer noch beliebt. Wie eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeigt, ist sein Verlust aber häufig mit Gebühren und Risiken verbunden. Als Alternative empfehlen die Verbraucherschützer den Sparern ein Tagesgeldkonto.

Wenn Bankkunden ihr Sparbuch verlieren, kann das teuer werden. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einer Stichprobe ermittelt. Die Geldinstitute erheben nicht nur Gebühren für eine Neuausstellung, theoretisch können die Finder mit dem Sparbuch sogar Geld abheben.

Sparbuch verloren: Banken verlangen Gebühren

Für ihre Stichprobe verglich die Verbraucherzentrale die Gebühren bei zwölf Banken und Sparkassen. Das Ergebnis: Für die Sperrung und Neuausstellung fielen bei fast allen Instituten Kosten an, häufig gestaffelt nach der Höhe des Guthabens. Lediglich ein Institut stellte kostenfrei ein neues Sparbuch aus, allerdings nur bei einem Guthaben von unter 500 Euro. Bei einer Bank wurden nach dem Verlust sogar 50 Euro fällig, viele Institute verlangten zwischen 10 und 20 Euro. Wenn er sein Sparbuch verliert, bleiben dem Kunden seine Ersparnisse erhalten, da das Geldinstitut die Ein- und Auszahlungen nachvollziehen kann. Trotzdem sollte das Fehlen schnell gemeldet werden, denn rein theoretisch kann ein Finder Geld von dem Sparbuch abheben. Banken und Sparkassen können bei einer Auszahlung zwar den Ausweis verlangen, sind zu dieser Sicherheitsmaßnahme aber nicht verpflichtet. Wer einem Verlust vorbeugen möchte, kann sein Sparbuch bei einigen Geldinstituten auch einlagern lassen, wofür aber jährlich Gebühren fällig werden.

Verbraucherzentrale rät zu Tagesgeld

Die Mehrheit der deutschen Sparer nutzt ein Sparbuch. Als bessere Alternative zum Sparbuch empfiehlt die Verbraucherzentrale aber ein Tagesgeldkonto. Dabei ist das Guthaben jederzeit kurzfristig verfügbar und bringt meist auch etwas höhere Zinsen ein. Strafzinsen für das Abheben von größeren Summen, wie sie beim Sparbuch erhoben werden, fallen nicht an. Außerdem kann das Konto online verwaltet werden und ist nicht an die Papierform gebunden.

Wer bereits weiß, dass er das Guthaben längere Zeit nicht benötigt, kann es auch als Festgeld anlegen.

Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

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