Sparpläne für jede Lebenslage

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.02.2018

Erst kürzlich hat die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, den Leitzins vorerst auf einem Niveau von null Prozent zu belassen. Dennoch möchten Anleger natürlich weiterhin kurz- oder langfristig Geld sparen und Vermögen aufbauen. Welches der zahlreichen Finanzprodukte hierfür am besten geeignet ist, hängt maßgeblich vom Risikobewusstsein der Anleger ab. Auch die Zukunftsplanung spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Tagesgeld, Festgeld, ETF oder doch lieber ausgeben? Bleibt am Monatsende noch Geld übrig, haben Verbraucher viele Möglichkeiten. Den perfekten Sparplan gibt es allerdings nicht. Vielmehr müssen sich Anleger fragen, wie viel Risiko sie bei Investitionen eingehen möchten und wann sie das gesparte Geld benötigten.

Kurzfristige Sparpläne abschließen

Das magische Dreieck der Geldanlage weiß, dass sich hohe Renditen, niedriges Risiko und hohe Verfügbarkeit des Kapitals nicht miteinander vereinbaren lassen. Anleger müssen sich immer für einen Mittelweg entscheiden. Wer zur Not immer an sein gespartes Geld herankommen und kaum Risiko eingehen möchte, muss folglich auf Rendite verzichten. „Dann kann er sich ein Tagesgeldkonto anschaffen“, weiß Martin Weber, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Wer mehr Risiko eingehen möchte, investiert sein Geld in Aktienfondssparpläne. Die werfen deutlich höhere Renditen ab und Anteile können ebenfalls täglich verkauft werden.

Mittelfristige Sparziele erreichen

Haben Sparer hingegen ein klares Sparziel, das rund zwei bis fünf Jahre in der Zukunft liegt, müssen die Erträge der Sparpläne sicher sein: „Besser geeignet [als Aktienfondssparpläne] sind etwa Banksparpläne mit einer festen Laufzeit“, meint Dirk Ulbricht vom Institut für Finanzdienstleistungen (iff) in Hamburg. Auch Sparbriefe können sich laut dem Experten in dieser Situation lohnen.

Langfristig sparen mit ETFs

Wer jedoch Vermögen aufbauen möchte, sollte sich auf die Rendite fokussieren und sein Kapital breit streuen. Kursschwankungen sind aus Sicht von Experten hier weniger tragisch, weil sie durch den langen Anlagehorizont ausgeglichen würden: „Wer langfristig sparen will, sollte sich unbedingt mit dem Aktienmarkt vertraut machen“, rät Martin Weber. Gut geeignet für solche Strategien seien insbesondere sogenannte ETFs, die das Kapital von Anlegern breit auf eine ganze Reihe von Einzelwerten streuen. Schon mit geringen Sparraten von 25 bis 50 Euro pro Monat lassen sich so auf Jahre beziehungsweise Jahrzehnte gesehen attraktive Vermögen aufbauen.

Quelle: Focus

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