Startschuss für 5G in Deutschland?

Zuletzt aktualisiert am 14.06.2019

Die Einführung der fünften Mobilfunkgeneration in Deutschland scheint kurz bevorzustehen: Die Auktion rund um die jeweiligen Frequenzen ist beendet. Die Zahlung der Mobilfunkanbieter übersteigt dabei die Vorhersagen von Experten.

Den höchsten Betrag zahlte die Deutsche Telekom, doch auch andere Anbieter boten für die begehrten Frequenzen. Allerdings kam ebenfalls Kritik auf: So sei ein Mobilfunknetzausbau dringend nötig, um die gewünschte Leistung von 5G zu erzielen.

Zahlung von 6,55 Milliarden Euro

In über zwölf Wochen erfolgten 497 Auktionsrunden um die Frequenzen von 5G. Nun fiel endlich der Hammer: Mit insgesamt 6,55 Milliarden Euro wurde bei der Versteigerung ein deutlich höheres Ergebnis erzielt, als von Fachleuten erwartet. „Nur“ drei bis fünf Milliarden wurden einkalkuliert.

Schon die Deutsche Telekom näherte sich dieser Prognose durch ihre Zahlung von rund 2,17 Milliarden Euro. Auf Platz 2 liegt Vodafone mit 1,88 Milliarden, gefolgt von Telefónica mit 1,42 Milliarden. Neu mit dabei war Drillisch, Tochterunternehmen von United Internet, das immerhin 1,07 Milliarden Euro zahlte.

Teil der Versteigerung waren Blöcke im 3,6 Gigahertz-Bereich, aber auch die voraussichtlich ab 2021 oder 2026 nutzbaren 2-Gigahertz-Bereiche. Letztere zeigten sich teurer und begehrter, da damit höhere Reichweiten erzielt werden können. 5G ist vor allem für Techniken wie das autonome Fahren interessant, aber auch im medizinischen und industriellen Bereich von Bedeutung.

Kritik: Geld fehlt bei Mobilfunkausbau

Das ersteigerte Geld durch die Auktion steht dem Bund zur Verfügung, der damit wiederum Maßnahmen rund um die Digitalisierung realisieren möchte. Dieses Vorhaben stieß aber bereits auf Kritik: So forderte der mitbietende Mobilfunkanbieter Vodafone, dass das Geld besser in den Ausbau der Mobilfunkleistungen investiert werden sollte.

Das gebotene Geld für die Frequenzen solle als eine Art Förderung für die Bieter zur Verfügung stehen – also gewissermaßen eine Rückzahlung sein.
Die Begründung: Die fünfte Mobilfunkgeneration, die auch als Nachfolger des LTE (4G) bekannt ist, soll deutlich schnellere Laufzeiten und Reaktionszeiten aufweisen.

Somit sind theoretisch Datenverarbeitungen in Echtzeit möglich. Doch sind nach Meinung von Vodafone erst noch Investitionen im Mobilfunknetz nötig, um dies tatsächlich wie gewünscht umzusetzen. Das bei der Auktion gezahlte Geld fehle an dieser wichtigen Stelle.

Quelle: focus.de

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