Statistik: Männer sind besser im Geld anlegen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.05.2015

Eine Auswertung von einer halben Million Depots hat ergeben, dass Männer, die Geld anlegen, sich insgesamt häufiger über eine hohe Rendite freuen können als Frauen. Diese gilt statistisch zumindest für die letzten beiden Jahre. Den größeren Anlageerfolg erklären die Autoren der Studie mit der höheren Risikobereitschaft der Männer sowie deren häufigere Trades.

Zum sechsten Mal hat die DAB Bank Unterschiede im Anlageverhalten von Frauen und Männern untersucht. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet , schnitten die Männer dabei in den letzten beiden Jahren erfolgreicher ab. Wenn Männer Geld anlegen, sind sie der Untersuchung zufolge eher bereit Risiken einzugehen, um ihre Chancen auf eine hohe Rendite zu erhöhen. Frauen agieren bei der Geldanlage häufiger vorsichtiger. Aufgrund der niedrigen Zinsen war der sichere Weg jedoch zumindest zuletzt nicht der profitabelste.

Jagd auf hohe Rendite effektiver als sicheres Sammeln

Im Jahr 2013 sind zahlreiche Börsenwerte deutlich gestiegen. Dementsprechend hoch fielen die Renditen vieler sowohl männlicher als auch weiblicher Besitzer eines Depots aus. Mit einer durchschnittlichen Performance von 15,5 Prozent konnten die Männer die Frauen jedoch um 2,2 Prozent hinter sich lassen. Auch für das vergangene Jahr konnten die Forscher den männlichen Anlegern ein besseres Zeugnis ausstellen. Im wechselhaften Börsenumfeld erreichten sie eine durchschnittliche Performance von 4,5 Prozent. Die weiblichen Anleger schnitten mit 3,4 Prozent allerdings im Durchschnitt nur ein wenig schwächer ab.

Die bessere Performance der Männer erklären die Verfasser der Studie mit dem aggressiveren Anlageverhalten. Wenn Männer Geld anlegten, gingen sie dabei häufig bereitwilliger Risiken ein als Frauen. Die Auswertung der Depots ergab, dass selbst kleine Unterschiede in der Zusammensetzung des Portfolios sich deutlich auf die Rendite auswirken können.

Anlageprodukt Anteil im „Männderdepot“ Anteil im „Frauendepot“
Einzelaktien 54,4 Prozent 50,8 Prozent
Investmentfonds 33,1 Prozent 37,2 Prozent
Anleihen 7,9 Prozent 7,9 Prozent
Optionsscheine 0,8 Prozent 0,4 Prozent

Datenquelle: FAZ/DAB-Bank

Mit einem höheren Anteil an Einzelaktien und Optionsscheinen gingen Männer durchschnittlich ein größeres Risiko ein als Frauen. Darüber hinaus waren die männlichen Anleger im vergangenen Jahr aktiver. Rund 8,5 Käufe oder Verkäufe tätigten sie auf der Jagd nach der hohen Rendite, während Frauen 2014 im Schnitt nur vier Trades durchführten.

Geld anlegen im volatilen Börsenumfeld

Die aktuelle Auswertung der Performances im letzten Jahr zeigt, dass die volatilen, also wechselhaften Märkte nicht mehr so hohe Renditen versprechen wie 2013. Bei geringeren Renditechancen kann es sinnvoll sein, Anlagekosten zu minimieren. Dies kann zum Beispiel erfolgen, indem beim Geldanlage-Vergleich verstärkt auf ETFs berücksichtigt werden. Die börsengehandelten Indexfonds erreichen meist ähnlich hohe Renditen wie klassische Aktienfonds, die Gebühren fallen bei ETFs jedoch geringer aus. So bleibt letztendlich mehr Realrendite.

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