Gebühren für Girokonten: Darum könnten sie steigen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.10.2018

Wie auch für Service-Leistungen beim Friseur sollen Gebühren für Girokonten künftig selbstverständlich werden, berichtete kürzlich Frank Strauß von der Deutschen Bank. Gerade die niedrigen Zinsen für Kredite drängen immer mehr Banken zu dem für sie notwendigen Schritt.

Aber: Bankkunden dürfen sich ab dem 31. Oktober 2018 auf eine transparentere Kostenübersicht freuen. Alle anfallenden Gebühren für das Girokonto werden dann gesondert aufgeführt und mindestens einmal jährlich kostenlos an den Kunden verschickt.

Kontokosten als Ausgleich für die Zinsflaute

Dienstleistungen sind seitens des eigenen Bankinstitutes zu bezahlen: Für Vorstandsmitglied Frank Strauß von der Deutschen Bank eine Selbstverständlichkeit. Die Entwicklung auf dem Deutschen Bankenmarkt gibt ihm Recht. Immer mehr Geldinstitute haben bereits eine Grundgebühr für die Kontoführung eingeführt. Darunter auch die Postbank, die infolge dieses Schrittes zwar einige Kunden verlor, aber gleichzeitig über höhere Einlagen der verbliebenen Kunden verfügte. Trotz der fehlenden Werbung für ein Gratiskonto ist dies eine recht positive Bilanz für die Postbank. Frank Strauß sieht künftig bei fast allen Banken eine Gebühr für die Girokonten.

Der Hauptgrund: Ursprünglich verdienten Banken einen Großteil ihrer Einnahmen durch Zinsen von Krediten, die durch Bankkunden aufgenommen wurden. Die aktuellen Niedrigzinsen sind da weniger ergiebig. Nur eine Handvoll Banken nimmt derzeit noch keine Gebühren für die Kontoführung, die Zinslage zwingt aber auch diese Geldinstitute aktuell zum Umdenken. Ein weiterer Grund für die Gebühren: Es handelt sich immerhin um einen Service des Bankinstituts. Wie Frank Strauß betonte, fallen für Service-Leistungen im alltäglichen Leben immer Kosten an; beispielsweise beim Friseur. Daher seien auch Kontoführungsgebühren sinnvoll.

Gebühren für Kunden künftig leichter nachvollziehbar

Die Übersicht der anfallenden Gebühren soll künftig außerdem für den Bankkunden transparenter werden. Ab dem 31. Oktober dieses Jahres gilt die Regelung, dass einmal jährlich über alle Kosten informiert wird, die im vergangenen Jahr für das Bankkonto angefallen sind. Dazu zählen einerseits die Grundgebühren für die Kontoführung, aber auch Einzelbeträge pro Überweisung. Ebenso werden die oftmals zweistelligen, jährlichen Gebühren für eine Kreditkarte gesondert aufgeführt. Das macht es Bankkunden leichter, die Ausgaben zu überprüfen – und gegebenenfalls mit einem anderen Konto zu vergleichen. Nach wie vor kann sich auch im Bereich der Girokonten ein Wechsel auszahlen.

Quellen: t-online.de, sueddeutsche.de

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